distelkopf,
der
 ;
–/-köpfe
.
›Blütenkopf bzw. die runde stachelige Samenkapsel verschiedener Distelarten‹; ütr. für sture, widerspenstige Menschen sowie für die als eigenwillig erachtete Welt gebraucht.
Bedeutungsverwandte:
, , .

Belegblock:

Luther, WA
23, 33, 29
(
1527
):
Es sind kletten und disteln koͤpffe: wie man sie wirfft, so keren sie die stacheln uber sich und umb sich und muͤssen stechen.
Ebd.
46, 752, 25
(
1537
/
38
):
Die Gottlosen gleuben nicht, man mache es mit jnen, wie man wolle, so sinds Distelkoͤpffe, die nur stechen und kratzen.
Ebd.
51, 246, 3
(
1534
/
36
):
Es ist die welt ein distel kopff, wo man den selben hin keret, so reckt er die stachel uber sich.
Alberus DD ivr (
Frankf.
1540
):
erynge, iringis, [...], eberwurtz, Wallendistel, brachendistel, radendistel, distelkopf, iringel, manßtreu.
Luther, WA
32, 518, 22
.