dingwart,
der
.
1.
›Gerichtsperson‹; im Einzelnen z. B.: ›Schöffe; Beisitzer‹;
zu  13.
Bedeutungsverwandte:
vgl. , .

Belegblock:

Ermisch, Freib. Stadtr.
26, 6
(
osächs.
, Hs. 
v. 1325
):
Hat ouch imant uf in icht irteidinget vor gerichte umme schult oder umme phandunge wizzentlichen dem richtere unde den dincwarten.
Kisch, Leipz. Schöffenspr.
657, 62
(
osächs.
,
1523
/
4
):
kan er das gezeugen mit dem richter und mit den dingwarten.
Ebd.
667, 7
:
Nun bitt ich eins urteils [...], wan Hans, der morder, bekant hat vor gericht und gehegter pank und vor den dingwarten.
Ermisch, a. a. O.
46, 22
;
Kisch, a. a. O.
787, 30
;
Rwb
2, 1003
.
2.
›erbetener Zeuge‹.
Bedeutungsverwandte:
.
Syntagmen:
jn. als d. mit sich vor den rat bringen
.

Belegblock:

Rwb
2, 1003
(
15. Jh.
).