dingleute,
pl. t.;
vereinzelt mit Fugen-
s
.
›Gerichtspersonen‹; im Einzelnen sowohl ›Zeugen‹ wie ›Schöffen‹ und ›Beisitzer‹; auch ›Rechtssachverständige‹;
vgl.  13,  1.
Rechts- und Wirtschaftstexte.

Belegblock:

Leman, Kulm. Recht
2, 3, 17
(
Thorn
1584
):
Welchir [...] myt den dyngluten getzugen mag. der sal dy erste clage behalden.
Kisch, Leipz. Schöffenspr.
582, 18
(
osächs.
,
1523
/
4
):
wie vil sie [wittibe] dingleute dazu haben solle, mit den sie ir gabe beweise.
Unger, Richtes Stig
4, 8
(o. O.
1408
):
Also pringst du in deiner frag die recht deiner sachen in die gedancken des richters, der schöpfen und der andern dingsleut.
Siegel u. a., Salzb. Taid.
323, 36
(
smoobd.
, Hs.
15. Jh.
):
daz ain richter niemant zu dem recht gebieten sol ân anklag und auch nicht richten sol, er hab dann beschaidner dinkleut genueg bei dem rechten, die das versteen kunnen.
Piirainen, Stadtr. Sillein
148a, 17
(
sslow. inseldt.
,
1378
):
sol man gut seczen [...] daz muͤz geschehen vor dem lantrichter so daz iz dy dinkleuͤt czu gezeuge habe.
Hilliger, Urb. St. Pantaleon
216, 10
;
Leman, a. a. O.
2, 2, 53
;
Piirainen, a. a. O.
75b, 33
;
Rwb
2, 980
(s. v.
dingmann
).