dinger,
der
.
1.
›Wortführer im Gericht; Richter‹;
zu  13.
Bedeutungsverwandte:
, .

Belegblock:

Lamprecht, Dt. Wirtschaftsl.
3, 522, 10
(
mosfrk.
,
1329
/
1438
):
als der dinger den dingh und den dagh gedingit und gebennet hatte, als dat recht is.
Loersch, Weist. Boppard
236, 16
(
mosfrk.
,
1598
):
weißen und erkennen auch die höwer den herren zu Eltz erbvogt vor einen dinger und vorsteller des hoffs gerichts.
Ebd.
240, 6
(
1596
):
erkent der höber die herren uf sanct Beatisbergh [...] alß vor grundherren dieses höbs und sprechenden vögt und dinger des gerichts.
Lamprecht, a. a. O.
1, 245,
Anm. 2;
Rwb
2, 964
.
Vgl. ferner s. v. .
2.
wohl ›zu einem Gerichtsbezirk, einer Grundherrschaft gehörende, einer Gerichtsbarkeit unterworfene Person‹;
vgl.  14.
Bedeutungsverwandte:
vgl. .

Belegblock:

Mollwo, Rotes Buch Ulm
29, 10
(
schwäb.
,
E. 14.
/
A. 15. Jh.
):
welher uͥnser burger, der jaͧr und tag unser gesessner dinger gewesen ist.
3.; 4.; 5.,
s.  467.