dingtag,
der
 ;
-(e)s/-e
.
›Gerichtstag; (Termin einer) Gerichtsverhandlung‹;
zu  13,  9.
Überwiegend omd.; Rechts- und Wirtschaftstexte.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  1,  5, ,  9,  1.
Syntagmen:
sich einen d. erbieten
;
der d
. (Subj.)
kommen / sein
;
jm. auf den d. bescheiden, j. zu dem d. kommen, etw. zu drei dingtagen erfolgen
;
der ampthaftige / gehegte / geordnete / nächste / nämliche / rechte d
.;
auf x dingtage, zu x dingtagen
.

Belegblock:

Leman, Kulm. Recht
2, 3, 72
(
Thorn
1584
):
queme her
[der Beschuldigte]
tzu deme dynge tage nycht vnd vorantworte sich nicht. so hette der cleger dy sache [...] vf den man behalden vnd gewunnen.
Lamprecht, Dt. Wirtschaftsl.
2, 523, 4
(
mosfrk.
,
1329
/
1348
):
die pegthere [...] baden den dinger [...] und hieschen hieme rêchtliche der uͦrdeil einen dagh und eine vierst zuͦ gewinnen und zuͦ verliesene eime iekelichen, der deiz zuͦ doin hette, bis uͦf den nêisten dinghdagh darna.
Röhrich u. a., Cod. Dipl. Warm.
4, 256, 21
(
omd.
,
1427
):
Do undirwunden sich seyne schuldiger [...] und dirfolgete das uffenbar noch lubisschem rechte czu dreen dingtagen vor unserm gerichte.
Grosch u. a., Schöffenspr. Pössneck
273, 17
(
thür.
,
1474
):
hath sich danne Jorge Hase daryngegebin unde synen zcog unde frist darczu begeret zcu dryen dingtagen.
Kisch, Leipz. Schöffenspr.
628, 5
(
osächs.
,
1523
/
4
):
Ap einem manne bescheiden were auf einen nemlichen dingtag.
Bindewald, Texte schles. Kanzl.
145, 8
(
schles.
,
1391
):
czu dem geholten orteil dirbot sich nicclos Eychholcz eynen dinge tag.
Ermisch, Freib. Stadtr.
220, 5
;
Kisch, a. a. O.
454, 12
;
Bindewald, a. a. O.
152, 19
;
Rwb
2, 1000
;
Schweiz. Id.
12, 1040
.
Vgl. ferner s. v. ,  16, .