Helm, H. v, Hesler. Apok.
(
nrddt.
,
14. Jh.
):
Da wider hat so vestes adel | Der himel, swer da sin werk geleget, | Der blibet immer unbeweget.
Große, Schwabensp.
(Hs. ˹
nd.
/
md.
,
um 1410
˺):
Swaz ime der wulf nimt, blibet her vngevangen vnde vmbeschriet vnde vmbesehn.
Ouch bleyf he vnd die andere Scheffene zo rade sitzende.
Wat van goeder art wirt geboit, | dat blift barmhertzijch ind goit.
Wyss, Limb. Chron.
(
mfrk.
, zu
1347
):
da worden di von Cobelenze jemerlichen irslagen [...] unde bliben ir doit hundert unde zwene unde sibenzig man.
Tiemann, E. v. Nassau-S. Kgn. Sibille
145, 14
(
rhfrk.
,
um 1435
):
wir [...] biden uch das ir mich keuffentt zu eyner elicher husfrouwen / so blibent ir allewege rich.
Disse blyben vnuerseret zehen iare an yrer natuer.
Dubizmay, kurß zu Teutze
42, 18
(
hess.
,
1463
):
Wan sein barmung ist gefestiget vber vns vnd sein warheyt bleybet ewiglich.
Froning, Alsf. Passionssp.
(
ohess.
,
1501ff.
):
du bist uns zu eym konige eben! | du blibest an dem crucz kleben.
Goedeke u. a., Liederb.
(
Frankf.
1572
):
das tut mir ant, | mein treuer dienst bleibt unerkant.
Neumann, Rothe. Keuschh.
187
(
thür.
,
1. H. 15. Jh.
):
das sie [priester] die achtag solden bliben | kusche unnd reine van iren wiben.
Grosch u. a., Schöffenspr. Pössneck
309, 15
(
thür.
,
1474
):
so blebe der here von Gera der schulde billichin clageloß.
Kehrein, Kath. Gesangb.
(
Bautzen
1584
):
Koͤnig Dauids geliebten Son | Hats auch nicht baß ergangen, | Mit seinem har do Absolon, | Bleib an der Eichen hangen.
Weise. Jugend-Lust
(
Leipzig
1684
):
Wo ich keinen Sessel habe / so muß ich / allem Volcke zur Schande / im Grase liegen bleiben.
Löscher, Erzgeb. Bergr.
180, 13
(
omd.
,
1554
):
Herdtkörner, die im abtreiben der silber uf dem herde stehen bleiben, welche man schnabelkörner nennet.
Dienes, E. Gros. Witwenb.
12, 3
(
nürnb.
,
1446
):
so hab ich mut, das ich wil eyne witwe bleyben.
Gille u. a., M. Beheim
71, 398
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
Das pringt diemut den menschen, | das er pleibt in sein werken gut.
und plaib der erst [snee] und der letzt ligent pis in die palmwochen.
Baumann, Bauernkr. Rotenb.
(
nobd.
,
n. 1525
):
ward darbey ausgeschrien bey merklicher straf, das ain yeder uff dem pferd sitzen bleyben [...] sollt.
sider dv nv gehorsam wilt bliben, so heisse ich dich bi gehorsam.
Williams u. a., Els. Leg. Aurea
480, 30
(
els.
,
1362
):
do wart sant Germanus siech, vnd bleib ligende in einre herbergen.
Fuchs, Murner. 4 Ketzer
2005
(˹wohl
Straßb.
˺
1509
):
Franciß sein gantzes leben | Kein priester nie doch werden kundt | Vnd bleib ein brůder alle stundt.
Roloff, Brant. Tsp.
1596
(
Straßb.
1554
):
Ich will dennocht ein Künig vor in bliben.
Wer aber meynt, Er kan es gar, | Der bleibet ein Narr immerdar.
Kopp, Volks- u. Gesellschaftsl.
(Hs. ˹
pfälz.
,
M. 16. Jh.
˺):
wolt ich seim willen widersthon, | so mueß doch bleiben kleben, | gewiß und war.
Morgan u. a., MHG. Transl. Summa
80, 3
(
schwäb.
,
14. Jh.
):
daz doch die eigenschaft ietwedere naturen ungeschendet bleib.
Alldieweil Ir kays. mt. in der kirchen gewesen, haben die raisigen und die burger in iren rüstungen halten und stehen bleiben müssen.
Ein Aff bleibt ein aff / wo du jhn auch hinbringst.
Lemmer, Brant. Narrensch.
31
Vorsatz (
Basel
1494
):
Der blibt eyn narr biß jnn syn grapp.
Reu, Süddt. Kat.
1, 159, 8
(
Zürich
1580
):
ist sy [Maria] ein jungkfrow vor der geburt, in der geburt vnd nach der geburt bliben.
Buijssen, Dur. Rat.
4, 11
(
moobd.
,
1384
):
Himel und erde werdent zergan, di gotes worte pleibent ewichleichen.
Spiller, Füetrer. Bay. Chron.
(
moobd.
,
1478
/
81
):
das dise sach von uns hie beschehen von euch ungesagt beleib.
Weber, Füetrer. Poyt.
335, 7
(
moobd.
,
1478
/
84
):
Was ir mir, fraw, für an gepiett, | das pleibet stät vnd von mir vnzerprochen.
Kehrein, Kath. Gesangb.
(
München
1586
):
Damit wir nit bleiben liegen, | Bistu vom Himmel gestigen.
Klein, Oswald
11, 60
(
oobd.
,
1431
/
2
):
in nöten si bei ainander bleiben stän.
Piirainen, Stadtr. Sillein
107b, 2
(
sslow. inseldt.
,
1378
):
sey bleybent erloz vnd rechtloze.