binden,
V., unr. abl.;
vgl. Dammers u. a., Flexion der st. und schw. Verben.
1988, 406
-409.
– Die Bedeutungen 11-13 vor allem in Wirtschaftstexten, 14-16 in Texten rechtlichen und philosophisch-theologischen Inhalts.
1.
›etw. an-, festbinden, z. B. Tiere‹; auch ütr.

Belegblock:

Rosenthal. Bedencken
22, 36
(
Köln
1653
):
daß jhm [Petrus] die Gewalt auffzulösen vnnd zu binden gegeben ist.
Jostes, Eckhart
81, 12
(
14. Jh.
):
di weil di sele gebunden ist in dem kerker dez leichnams.
v. Tscharner, Md. Marco Polo
35, 20
(
osächs.
,
2. H. 14. Jh.
):
Do trotin dy Tartirn von den pferdin unde bundin di pfert unde gingin czu vuze.
Jahr, H. v. Mügeln
202
(
omd.
, Hs.
1463
):
wie das die coniunctio | nam unde wörter bindet so.
Morgan u. a., MHG. Transl. Summa
38, 14
(
schwäb.
,
14. Jh.
):
niht von dem geslehte dises Adams, der da von siner sünden gebunden hat menschlich geschlehte.
Sappler, H. Kaufringer
18, 184
(
schwäb.
, Hs.
1472
):
sie will dich mit ir haim füeren, | darzuo pinden und auch schnüeren, | das du ir nicht entrinnest mer.
Sudhoff, Paracelsus
3, 200, 4
(
1526
/
7
):
zu betrachten was mundificativum, lavativum, abstersivum, corrosivum, heften, binden und dergleichen sei.
Thiele, Minner. II,
15, 40
(Hs. ˹
wobd.
,
15. Jh.
˺):
ich band min pferd und let mich nider.
Dirr, Münchner Stadtr.
234, 5
(
moobd.
,
um 1310
/
2
):
Von einem saum gewandes geit man zwen pfenning, ez sei enhalb oder hie derhalb Reins gebunden.
Munz, Füetrer. Persibein
9, 4
(
moobd.
,
1478
/
84
):
Sunst si durch abentewre | ersúechten uil der lanndt, | mang frais gar vngehewre | dar durch yeder sein preis zue höhe panndt.
Schöpper
68a
;
Schmitt, Ordo rerum
642, 16
;
Dasypodius
296v
;
297r
;
Serranus
37r
;
Maaler
69r
;
Hulsius B ijr; C iv;
Dietz, Wb. Luther
305
;
Preuss. Wb. (Z) 1, 614;
Schwäb. Wb.
1, 1118
;
Öst. Wb.
3, 179
 f.
2.
›etw. zu etw., z. B. zu einer Getreidegarbe, einem Kranz zusammenfügen‹; auch ütr.

Belegblock:

Ziesemer, Marienb. Konventsb.
10, 9
(
preuß.
,
1399
):
den habir czu bynden vor 2285 schok.
Ebd.
221,
Anm. 2 (
preuß.
,
1408
):
den salpetri czu bynden und czu slan und czu schiffe czu brengen 4 sc.
Kehrein, Kath. Gesangb.
3, 74, 5
(
Köln
1583
):
Dein grundtfest vnd Eckstein ist Christ, | Dan er drum außgesant ist, | Auff das er selbst beyde wende | Zusamen füg vnd binde.
Herborn u. a., Rechn. Jülich
98, 7
(
rib.
/
snfrk.
,
1398
/
9
):
roggen, gerste ind speltze te snide(n) ind te binden.
Struck, Klöster
132, 53
(
mosfrk.
,
1559
/
60
):
10 alb. 4 mannen geben, die zween tage korn gepunden.
Dubizmay, kurß zu Teutze
66, 12
(
hess.
,
1463
):
Der es [graß] | sneydet vnd zu garben bindet | der gewint nymmer ein hant | vol kornes.
Kehrein, Kath. Gesangb.
2, 399, 2
(
Nürnb.
1631
):
Das kräntzle bunds mit hohem Fleiß.
Schmidt, Rud. v. Biberach
89, 21
(
whalem.
,
1345
/
60
):
Minne ist ein knopf vnd ein bant, mit dem ellú ding werdent zvͦ einander gebúnden.
Rieder, St. Georg. Pred.
29, 5
(Hs. ˹
önalem.
,
1387
˺):
Nu müssent aim jeglichen korn sechs ding e geschehen e es zů brot werde. daz erst daz man es snidet; daz ander daz man es bindet.
Bastian, Runtingerb.
2, 392, 16
(
oobd.
,
1402
):
80 helbling den pintter von 40 duͤchen ze pintten.
Klein, Oswald
76, 24
(
oobd.
,
1431
/
2
):
ze lon wolt si von rosen winden, | binden mir ain krenzel.
Bauer, Haller. Hieronymus-Br.
51, 1
(
tir.
,
1464
):
du pist zu einander pinten das gemüet mit der ewigen zeit.
Dasypodius
296v
;
Maaler
69r
;
Dietz, Wb. Luther
305
;
Bad. Wb.
1, 230
;
Pfälz. Wb.
1, 915
;
Schwäb. Wb.
1, 1118
;
Vorarlb. Wb.
1, 357
.
3.
›jn./etw. an jn./etw. anfügen, anbinden‹; auch ütr.

Belegblock:

Helm, H. v. Hesler. Apok.
1854
(
nrddt.
,
14. Jh.
):
Doch ware wir gebunden zu | Gote mit ebenem loufe.
Tiemann, E. v. Nassau-S. Kgn. Sibille
173, 3
(
rhfrk.
,
um 1435
):
bindent iglichen [verreder] an eins phertz zagel vnd sleyffent sye an den galgen.
Froning, Alsf. Passionssp. 
5436
(
ohess.
,
1501 ff.
):
an das crucz bynden ich dich nach hude.
Belkin u. a., Rösslin. Kreutterb.
116, 15
(
Frankf.
1535
):
Chrisolectrum an den halß gebundenn / hilfft dem feber.
Quint, Eckharts Pred.
1, 28, 8
(
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
alle die mit eigenschaft gebunden sint an gebete, an vastenne.
Ebd.
1, 30, 1
:
Dise heize ich êliche liute, wan sie an eigenschaft gebunden stânt.
Quint, Eckharts Trakt.
237, 6
(
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
ie mêr er [mensche] ursache hât, sich an got ze bindenne.
Opitz. Poeterey
20, 3
(
Breslau
1624
):
Historien / die sich an die zeit vnd alle vmbstende nothwendig binden mußen.
Ermisch, Freib. Stadtr.
141, 23
(
osächs.
, Hs. 
v. 1325
):
Unde bitet eines rechten urteiles, wi si daz zu rechte bewisen sulle, daz si so nahe zu im gebunden si.
Reissenberger, Väterb.
11672
(
md.
, Hs.
14. Jh.
):
Die demut er [Eularius] an sich bant | Und was gezieret wol damite.
Chron. Augsb.
8, 86, 18
(
schwäb.
, zu
1561
):
da ist er von iren dreien […] angerent, von seinem pferdt abgesetzt und an die Rennsäul gebunden worden.
Andreae. Ber. Nachtmal
65
R, 15 (
Augsb.
1557
):
bekendten sy / Christus wäre also in disen sichtbarn him̄el gefaren / das er alda an ain ort gehefftet oder gebunden […] waͤre.
Lauater. Gespaͤnste
20v
, 10 (
Zürich
1578
):
ein seil an ein bettstud oder an die decke bindend.
Gierach, Märterb.
13916
(Hs. ˹
moobd.
,
A. 15. Jh.
˺):
an die schrayat
›Pranger‹
hiez er sy pinden | mit panden vil swinden, | mit pleyein gaiseln sy slahen an, | das daz plüt von in rann.
Grothausmann, Stadtb. Karpfen
16, 19
(
mslow. inseldt.
,
1512
):
er solt die Fuhrleütt von döbring binden […] so er es nicht thuen wolt, so wolt er ihn selbst Pinden an den Wagen, vnnd alß gePunden auf daß Schloß füeren.
Maaler
69r
;
Dietz, Wb. Luther
305
.
4.
›jn./etw. auf jn./etw. binden‹; auch ütr.
Syntagmen:
den helm auf das haupt b
. ›den Helm aufsetzen‹.

Belegblock:

Belkin u. a., Rösslin. Kreutterb.
56, 13
(
Frankf.
1535
):
Agathes ist gůt zu des Scorpions biß darauff gebunden oder auffgestrichen mit wasser.
Beyer, UB Erfurt
2, 59, 17
(
thür.
, o. J.):
wer geschwollen sey, der nem ein tuech vnd netz es in dem wasser vnd pint es vber die geschwulst.
Ermisch, Freib. Stadtr.
121, 17
(
osächs.
, Hs. 
v. 1325
):
ab he di dube uf in icht binden sulle. So sal man teilen: he sulle di dube zu rechte uf in binden.
Weise. Jugend-Lust
151, 14
(
Leipzig
1684
):
Ein Leib-Medicus, der sich der Prinzeßin Gesundheit auf das Gewissen binden lässt / muß etwas bedachtsamer von dem Handel urtheilen.
Behrend, Magd. Fragen
188, 20
(
omd.
,
um 1400
):
Ab eyn man vor gehegit ding worde brocht, deme eyne dube, welcherleye dy were, wurde uff den hals gebunden.
Keil, Peter v. Ulm
15
(
nobd.
,
1453
/
4
):
pind in auff dem glid des peinpruchs eben vnd gerecht vnd pint jn wider zu mit dem pant als vor.
Ebd.
141
:
nym pamrantzen vhd stoß sie mit essig in einem mörser vnd pint sie auf die wertzen am zagel.
Gille u. a., M. Beheim
99, 311
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
Etlich pand man auff wilde rass | und liess sy lauffen da ir strass.
Sappler, H. Kaufringer
11, 129
(
schwäb.
, Hs.
1464
):
er pand den pauren für sich | auf ainen tisch vesticlich, | das er nit mocht weichen zwar.
Brandstetter, Wigoleis
204, 40
(
Augsb.
1493
):
er [Herr Wigoleys] bande sein helm zuo haubt.
Baumann, Bauernkr. Oberschw.
137, 18
(
schwäb.
,
v. 1542
):
Wan ayner ain schlachetz roß hat, bint er im ain schellen auf den arß, das man sich davor hiet.
Lemmer, Brant. Narrensch.
98, 4
(
Basel
1494
):
Noch sint vil vnnützer lüt | Die wüst gantz jnn der narren hüt | Vnd sint dar jnn verharret gantz | Gebunden vff des tüfels schwantz.
Weber, Füetrer. Poyt.
293, 4
(
moobd.
,
1478
/
84
):
Zw haubt den hellm Poytislier panndt schnell wider.
Bischoff, Steir. Landr.
170, 1
(
m/soobd.
, Hs. 
v. 1425
):
Wann ainer ain anzünd vnd wirt er gefangen, so sol man im ain prant auf den hals pinden […] der aus demselben fewr genomen ist.
Anderson u. a., Flugschrr.
26, 4, 18
(o. O. [
1522
]):
Si werden schwer vnd vntraglich buͤrden auff der menschen schultern binden.
5.
›jn./etw. in etw. einbinden, einwickeln‹; auch ütr.
Syntagmen:
in tücher / windeln b
.

Belegblock:

Kehrein, Kath. Gesangb.
1, 205, 1
(
Mainz
1550
):
Denn der Heilige Gottes Son, | Der die Hell vberwandt, | Vnd den leidigen Teufel darin bandt, | Damit erlöst der HErr die Christenheit.
Neumann, Rothe. Keuschh.
2094
(
thür.
,
1. H. 15. Jh.
):
wanne her so lebet in redelicheit, | so werden vil laster van ym geleit | unnd wirt zu allen stunden | in die andern togenden gebunden.
Ermisch, Freib. Stadtr.
79, 6
(
osächs.
, Hs. 
v. 1325
):
der sal ouch mitegen unde sal den valsch wider antwerten an der stat, da man in ieme in di hant binden sal.
Ermisch u. a., Haush. Vorw.
30, 9
(
osächs.
,
1570
/
7
):
soll man es […] wider in ein sauber tuch binden und widerumb steine darauf legen.
Jungbluth, J. v. Saaz. Ackermann
11, 23
(Hs. ˹
omd.
,
1465
˺):
der züchtiger sei euer richter und binde euch […] in sein wigen.
Reissenberger, Väterb.
15228
(
md.
, Hs.
14. Jh.
):
Dar an er sine reinen kint | Zu sich in die vreude bint.
Ettmüller, Heinr. v. Meißen
12, 2, 4
(
md.
, Hss.
14.
/
15. Jh.
):
swelch herze in solhe liebe wirt gebunden, | daz hât mit liebe leit gar überwunden.
Gille u. a., M. Beheim (
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
Und gelegt in ain herte krip | und wolt in müterlicher sip | werden zu allen stunden | Gesoget und generet, | gewaschen und gepunden.
Ebd.
146, 368
:
Nach in tätlichen sünden | gebunden sein, daz wirs mit fleiss | volbringen in der andern weiss.
Dienes, E. Gros. Witwenb.
130, 9
(
nürnb.
,
1446
):
Er ist in wyndeln von der muter gepuntten.
Keil, Peter v. Ulm
97
(
nobd.
,
1453
/
4
):
Pint daz puluer in ein tuchlein vnd leg es in das rosen-wasser.
Sachs
14, 297, 3
(
Nürnb.
1553
):
Wir haben in im hauß dort unden | Mit handtzweheln in backdrog bunden.
Ott-Voigtländer, Rezeptar (Hs. ˹
nalem.
,
um 1400
˺):
Nim polayen vnd trink in in / dem essich vnd bind in in ain binden tůch.
Spiller, Füetrer. Bay. Chron.
192, 22
(
moobd.
,
1478
/
81
):
Sy namen drew schnell laufende pferd, punden sy vor der stat in ain gehag oder wald.
Bauer, Haller. Hieronymus-Br.
17, 14
(
tir.
,
1464
):
si pinden die herczen der ainfaldigen menschen in die sünden.
Klein, Oswald
18, 35
(
oobd.
,
1431
/
2
):
Ain künigin von Aragon schon und zart, | da für ich kniet, zu willen raicht ich ir den bart, | mit hendlein weisz bant si darein ain ringlin zart.
6.
›jn./etw. mit etw., z. B. einer Kette, einem Seil, Strick, an-, festbinden‹; auch ütr.

Belegblock:

Sachs
15, 458, 17
(
Nürnb.
1562
):
Auff-bugen sie zwen baum zu hauff | Und bundens mit stricken darauff | Mit den füssen.
Vetter, Pred. Taulers
216, 4
(
els.
,
1359
):
das die lenden súllent gegúrt sin und gebunden als den man mit einem seile vaste bindet.
Ebd.
425, 3
:
du verburnest mich mit dime gebette, und mit dime fúrin bande hest du mich gebunden.
Lemmer, Brant. Narrensch.
67, 66
(
Basel
1494
):
Mancher der ließ sich halber schynden | Vnd jm alle viere mit seylen bynden.
Spiller, Füetrer. Bay. Chron.
123, 33
(
moobd.
,
1478
/
81
):
Er ward belont, das man im an jeden arm und pain mit einem sail pant und vier ros daran spien.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
23, 30
(
oobd.
,
1349
/
50
):
Diu haut oder vel an dem tier ist gestrecket über alliu glider, dar umb, daz ain alsô grôzen samnung der glider mit einer decke gepunden sei.
Ebd.
268, 28
:
wen der track mit seim zagel pint, den tœt er.
Spechtler, Mönch v. Salzb.
30, 23
(
oobd.
,
3. Dr. 14. Jh.
):
Mit nageln seine hend gepunden, | in sein seiten mit sper ein wunden, | lebentigs wasser daraus gie.
7.
›etw., z. B. ein Seil, Tuch, um etw., z. B. einen Körperteil, herumlegen‹.

Belegblock:

Belkin u. a., Rösslin. Kreutterb.
134, 6
(
Frankf.
1535
):
Den getragen behelt er die geburt on kranckheit / vnd macht ein schnelle geburt so man jn vmb die huͤfft bindet.
Bömer, Pilgerf. träum. Mönch
7227
(
rhfrk.
,
um 1405
):
obe ich einen dore fynde, | Das ich yme daz [seil] umb den hals bynde.
Bechstein, M. v. Beheim. Evang. Mr.
9, 41
(
osächs.
,
1343
):
wer ir einen ergirt von disen cleinen […] ime wêre bezzir daz ein eselîne burde umme sînen hals gebunden worde und geworfin in daz mer.
Williams u. a., Els. Leg. Aurea
615, 15
(
els.
,
1362
):
Also nam er ein důch vnd bant daz selber fúr sine ǒgen vnd enphing den dot gedulteklich.
Ott-Voigtländer, Rezeptar
206r
, 25 (Hs. ˹
nalem.
,
um 1400
˺):
tuͤge das in ain wisses linin tůch vnd binde das kaltes v́ber den hals.
Ebd.
208r
, 14:
Nim linsat vnd / honig vnd mach ain pflaster vnd binde / das v́ber den nabel.
A. à S. Clara. Glori
12, 11
(
Wien
1680
):
daß sein vorhero weisses Kleid von dem hefftig besprengten Feinds Blut über und über roth war / und allein ein Strich weiß blieben um die Lenden / allwo die Kriegs-Gürtel bunden waren.
8.
›etw. von jm./etw. lösen, losbinden‹.
Syntagmen:
den helm vom haupt b
.

Belegblock:

Munz, Füetrer. Persibein
106, 7
(
moobd.
,
1478
/
84
):
man fúert in [Gaban] hin do er gemach mocht vinden, | durch kúelen gen dem luffte | thet man den hellm im von dem haupt schnell pinden.
Ebd.
256, 5
:
den hellem sein het er [Persibein] vom hawbt gepunnden.
Weber, Füetrer. Poyt.
290, 5
(
moobd.
,
1478
/
84
):
den hellem von dem haubt er gunnde pinnden | durch küelen gen dem luffte.
Ebd.
302, 6
:
durch lufft den hellm er von im panndt.
9.
›jn., js. Beine, Hände festbinden, fesseln‹; auch ütr.
Syntagmen:
jn. fangen und b
.

Belegblock:

Große, Schwabensp. 
230, l
, 11 (Hs. ˹
nd.
/
md.
,
um 1410
˺):
wel her in bespannen med eyner yseren helden, daz mach her wol tůn; och sol her in anders nicht binden.
Chron. Köln
1, 170
(
rib.
, Hs.
1. H. 15. Jh.
):
Halt Coelne als irt her hait vunden | ind sy geuangen ind gebunden.
Schützeichel, Mrhein. Passionssp. 
782
(
mrhein.
,
um 1335
):
Die Iuden hant den meister min, | Iesum, den lieben sun din, | gebunden vnd gevangen.
Tiemann, E. v. Nassau-S. Kgn. Sibille
125, 19
(
rhfrk.
,
um 1435
):
Da namen sye die konnigynne vnd worffen sy vff yren rucke / vnd bünden jr hende vnd fusse.
Dubizmay, kurß zu Teutze
35, 11
(
hess.
,
1463
):
Das sie ir kung binden bey den peynen vnd ir edelen in eyßen hantbant.
Quint, Eckharts Pred.
2, 79, 8
(
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
rehte als dem sîniu bein gebunden wæren.
Neumann, Rothe. Keuschh.
3189
(
thür.
,
1. H. 15. Jh.
):
di unkuscheid den sere bindet | wen si mussig unnd vol vindet.
Strauch, Par. anime int.
25, 19
(
thür.
,
14. Jh.
):
der engil irschein Josebe in dem slafe, wan in deme slafe sint di uzerin sinne gebunden.
Ebd.
91, 17
:
cranke bant sint di da bindint cranke sinne.
Luther. Hl. Schrifft. Apg.
21, 33
(
Wittenb.
1545
):
Als aber der Heubtman nahe her zu kam / nam er jn [Paulum] an / vnd hies jn binden mit zwo Ketten.
Bechstein, M. v. Beheim. Evang. M.
27, 2
(
osächs.
,
1343
):
und si fûrten en [Jhêsum] zů ime gebunden und antworten en Ponciô Pilâtô.
Ermisch, Freib. Stadtr.
121, 16
(
osächs.
, Hs. 
v. 1325
):
he sulle im zu rechte die hende hinder den rucke binden.
Schönbach, Adt. Pred.
14, 36
(
osächs.
,
1. H. 14. Jh.
):
Bindet dem unnutzen knechte hende und vůze.
Kehrein, Kath. Gesangb.
1, 175, 3
(
Bautzen
1567
):
Die nahmen Jhesum als bald an vnd bunden jhn, | Fürten in erstlich zu Caiphas hin.
Behrend, Magd. Fragen
193, 22
(
omd.
,
um 1400
):
Wirt eyn gebunden man umb ungerichte totslagis […] vor gerichte brocht.
Reichert, Gesamtausl. Messe
20, 26
(
Nürnb.
um 1480
):
zu dem andernn bunden sie Ihesum, da sie in gebunden von Anna schickten dem Cayphas.
Sachs
15, 122, 17
(
Nürnb.
1559
):
Der hencker platzet den fürsten Hammon an, bind im sein hend und führt ihn nauß.
Williams u. a., Els. Leg. Aurea
32, 1
(
els.
,
1362
):
Do gebot Paschasius das tusent man zů gingent vnd ir hende vnd fuͤsse bundent.
Ebd.
410, 13
:
Vnder anderen cristen wart sant Paulus gebunden fúr Neronem gefuͤret.
Vetter, Pred. Taulers
402, 30
(
els.
,
E. 14. Jh.
):
und hies ime hende und fuͤsse binden und werffen in daz usser vinsternisse.
Karnein, Salm. u. Morolf
99, 1
(
srhfrk.
, Hs.
um 1470
):
sie bundent ine also sere, | das im das blut zu den nageln uß trang.
Brandstetter, Wigoleis
220, 28
(
Augsb.
1493
):
Lige jch dann hie vor dir gebunden.
Warnock, Pred. Paulis
10, 338
(
önalem.
,
1490
/
4
):
Haisset er uns hend und füss binden und in den haissen bachoffen ewiger verdampnus werffen.
Bihlmeyer, Seuse
372, 18
(
alem.
,
14. Jh.
):
du můst dinen tapfern lip an grifen, dinen geschlifnen zungen binden.
Fichtner, Füetrer. Trojanerkr.
440, 4
(
moobd.
,
1473
/
8
):
Fraw Minn thett do erschainen | ir alte tück: wen si mit strenge pindt, | der muess et dick an freüden gar verderben.
Munz, Füetrer. Persibein
492, 6
(
moobd.
,
1478
/
84
):
werfft weg das fürspan, das hie liget, | des zawber mich sunst pinndet.
Dirr, Münchner Stadtr.
328, 7
(
moobd.
,
1340
):
sol man im [richter] den gepunden und gevangen antwurten.
Turmair
4, 82, 14
(
moobd.
,
1522
/
33
):
das gegen den übertrettern die priester […] solten […] nach denselbigen greifen, si fâhen, pinden und mit rueten außstreichen.
Kummer, Erlauer Sp. 
3, 25
(
m/soobd.
,
1400
/
40
):
di Juden worn all plint, | da si in [Jhesum] punten und viengen.
Wackernell, H. v. Montfort
38, 29
(
soobd.
, Hs.
A. 15. Jh.
):
Min frow hât mich gebunden | mitt strikchen gmacht uss lieb.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
262, 17
(
oobd.
,
1349
/
50
):
Jacobus der maister spricht, daz diu slang von etleicher wort kraft gepunden werd.
Klein, Oswald
111, 93
(
oobd.
,
1431
/
2
):
Sein löblich macht | darnach verhieng, das si in viengen, stiessen, | hert bunden, raufften ausz den bart.
Voc. Teut.-Lat. lv ijv;
Maaler
160r
;
Dietz, Wb. Luther
2, 29
.
10.
›eine Wunde verbinden‹; mit Verschiebung der Bezugsgröße ›jn. verbinden‹.

Belegblock:

Chron. Nürnb.
2, 312, 21
(
nobd.
,
1449
/
50
):
ieder, der wunt ward, der must von dem arczt, der in pant, ain zaichen bringen auf aim papir zu der kuchen.
Ebd.
339, 13
:
unser herrn vom rate hetten bestelt zwen ertzt, die die leut punden und heilten.
Cirurgia H. Brunschwig
21
rb, 5 (
Straßb.
[
1497
]):
Wer die wund als grosse das allein das bindenn nit genug were wie ich vor geseit hon.
Ebd.
35
ra, 27:
Mit eim gůtten druckenen gebend ich das band.
Baumann, Bauernkr. Oberschw.
112, 17
(
schwäb.
,
v. 1542
):
Zu Kutzingen hat man 75 die augen außgestochen, hat sy niemetz durfen binden, noch fueren.
Pfaff, Tristrant
182, 20
(
Augsb.
1498
):
Herr Caynis schickt zustund umb ertzt, die yn [Tristant] bünden hnd heilten.
Bihlmeyer, Seuse
487, 15
(
alem.
,
14. Jh.
):
Ir súllent arbeiten lumpen und lappen in gotminnender meinsamkeit, als ir Cristo Jhesu sine zarten wunden búndent.
Lemmer, Brant. Narrensch.
38, 17
(
Basel
1494
):
Wer gern well werden bald gesund | Der zoug dem artzet recht die wund | Vnd lyd sich / so man die vff brech | Oder mit meißlin dar jn stech | Oder sie hefft / wesch / oder bynd.
Rechn. Kronstadt
3, 323, 12
(
siebenb.
,
1556
):
Mer hab ich gebenn thomes Bolbyrernn, das Ehr Eyn verwŭnd Mechen gebŭnden hadt.
11.
›Fässer anfertigen, bes. Reifen um die Fässer legen‹.

Belegblock:

Struck, Joh. Pfannstiel
166, 36
 f. (
mosfrk.
,
1545
):
kosten die faß zu beinden und etliche nawe bodem laissen machen mitsampt reiffen […]1 fl. 3 alb.
Müller, Grafsch. Hohenb.
2, 50, 22
(
schwäb.
,
1428
/
9
):
kost den knehten, die trester by der keltern rumten, die fass in die ker liesen und binden halfen in der keltern.
Ebd.
121, 2
(
schwäb.
,
1438
/
9
):
41 lb. dem binder ain jar zu bindend.
Schwäb. Wb.
1, 1118
.
12.
›ein Buch einbinden‹.
Syntagmen:
gebundene bücher
.

Belegblock:

Joachim, Marienb. Tresslerb.
56, 38
(
preuß.
,
1400
):
zum irsten 7 m. vor eyn messebuch zu schriben, und 12 scot, das selbe buch zu binden.
Ebd.
97, 14
(
preuß.
,
1401
):
1 m. her Niclus, der dy bucher hat gebunden und zu gemachet.
Thielen, Gr. Zinsb. Dt. Orden
91, 1
(
preuß.
,
1437
/
8
):
1 agende mit collectare gebunden.
Kurrelmeyer, Dt. Bibel
8, 351, 14
(
Straßb.
,
1466
):
der sol nit das wenen das sy [bücher] also sein gebunden mit soͤlicher ausmessung bey den hebreyschen.
Wickram
4, 48, 34
(
Straßb.
1556
):
Damit zeigt er in ein schoͤnes buͤchlin / in welchem die buͤcher Salomonis und der Syrach yn gebunden was.
Kocher, Rechn. Schönenwerd
357, 32
(
halem.
,
1388
):
ein zitbůch ze binden.
Bastian, Runtingerb.
2, 69, 31
(
oobd.
,
1383
):
gab ich ze pinten und aufzelegen 20 dn.
13.
›Reben am Rebstock befestigen, anbinden‹.

Belegblock:

Kocher, Rechn. Schönenwerd
281, 67
(
halem.
,
1383
):
die reben ze ruͤren, ze binden und ze erprechent.
Müller, Stadtr. Ravensb.
248, 23
(
oschwäb.
,
1425
):
ainem stosser dritzehen pfenning, ainem knecht von bindent nún pfenning.
Bad. Wb.
1, 230
;
Schwäb. Wb.
1, 1118
.
14.
›jn/sich an etw. binden, jn./sich (zu etw.) verpflichten‹.

Belegblock:

Loesch, Kölner Zunfturk.
2, 45, 13
(
rib.
,
1493
):
id ist verdragen ind gemoitsoint mit meister Coynrait vur s. Kathrinen, dat nu wortan Coynrait neman binden en sal.
Köbler, Ref. Wormbs
125, 32
(
Worms
1499
):
dan soͤlich bekentnusz bundt den bekenner.
Ebd.
140, 16
:
es mag sich auch der Sone oder kinde diser gnaden nit verzyhen Vnd ob sie sich des verzyhen so bündt es nit.
Ebd.
227, 18
:
Glycherwyse soll auch disz vnnser gesetz binden verstanden vnnd vßgestreckt werden.
Quint, Eckharts Pred.
2, 8, 10
(
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
swer sînen willen genzlîche gibet gote, der væhet und bindet got.
Anderson u. a., Flugschrr.
12, 7, 25
(
Wittenb.
1522
):
Dan die h. geschrifft ist reich / warhafftig vnd gnugsam tzu tzeugẽ vñ pindet vnß an ir aigẽ tzeugnis.
Bechstein, M. v. Beheim. Evang. M.
16, 19
(
osächs.
,
1343
):
ich wil dir gebin di sluzzele des riches der himele, und waz du bindes ûf der erden, daz wirt ouch gebunden in den himelen.
v. d. Lee, M. v. Weida. Spigell
42, 31
(
omd.
,
1487
):
Also bynth auch geistliche lewthe kein gelobde das sye widder wissen vnd willen yrer prelaten thun.
Chron. Nürnb.
1, 149, 4
(
nobd.
,
1388
):
ein herre, der uns schuldig und gepunten ist.
Lexer, Tucher. Baumeisterb.
327, 20
(
nürnb.
,
1464
/
75
):
Es süllen auch alle scharwachter gepunden sein, wenn des nachts fewer außkumpt, das sie denn allenthalben dest fleissiger in irem gang und in irer wach seien.
zu Dohna u. a., Staupitz/Scheurl
124
(
Nürnb.
1517
):
das auch ein ieder aus eigner erkantnus gebunden wirdet und nahent sich selbs bindet, ist im selbs ein gesetz.
Reichmann, Dietrich. Schrr.
203, 16
(
Nürnb.
1548
):
Moses aber bindet vnns Heiden nit.
Niewöhner, Teichner
512, 44
(Hs. ˹
oschwäb.
,
1368
˺):
waz die ains ganczen tages haund funden | die da rautez sint gebunden.
Koller, Ref. Siegmunds
301, 26
(
Augsb.
1440
):
die lehen von in [bischoff] gehabt haben und in gepunden waren, die sullen nün dem reich mit irem lehen gehorsam sein.
Sappler, H. Kaufringer
25, 29
(
schwäb.
, Hs.
1472
):
ich main die siben totsünt. | damit die sel gepunden ist | und leit in ewiger ungenist.
Anderson u. a., Flugschrr.
2, 13, 31
([
Augsb.
]
1523
):
ich bin nit allein berait gebũdẽ vñ gefangñ zů werden vmb den namẽ des herrẽ.
Rennefahrt, Stadtr. Bern
61, 14
(
halem.
,
1311
):
wir […] hein gelopt und sin gebunden dien burgern und der stat von Berne.
Ebd.
182, 1
(
halem.
,
1363
):
so wir vormales mit eiden ze sament gebunden und verhoͤft waren.
Welti, Urk. Rheinfelden
33, 18
(
halem.
,
1313
):
Dis geloben wir stete zů habende mit gantzen truwen ane alle geuerde, vnd binden oͧch dar zů vnser erben.
Graf-Fuchs, Ämter Interl./Unterseen N
52
(
halem.
,
1348
):
sullen si och uns bebunden sin ze ratenne und ze helfenne.
Boos, UB Aarau
95, 28
(
halem.
,
1360
):
Wir loben ǒch diser vorgescriben guͤter reht wel ze sinn fúr eigen an allen […] und binden harzů all únser nachkomen.
Merzdorf, Historienb.
755, 14
(
alem.
, Hs.
2. H. 14.
/
A. 15. Jh.
):
wenne do was gar vil lúttes mit kommen von Egypten den was er allen zů diensten gebunden.
Bachmann u. a., Volksb.
197, 3
(
alem.
,
15. Jh.
):
Ich will mich williglich binden under das joch der gehorsammi.
Köbler, Stattr. Fryburg
125, 19
(
Basel
1520
):
Zwyschen vogten vnd irn vogtkinden bindt kein contract.
Goldammer, Paracelsus
4, 7, 14
(
1530
):
gelubt, […] daß wir dieselbigen, so uns got auflegt und domit bindt, strack halten sollen.
Brévart, K. v. Megenberg. Sphaera
5, 6
(
noobd.
,
1347
/
50
):
Der man, dem ich gepunden pin, | Vermöcht so vil mein müt und mein sin.
Dirr, Münchner Stadtr.
114, 7
(
moobd.
,
1328
):
davon ist dez spitals maister niht gepunden gesunt leut einzenemen.
Ebd.
337, 4
(
moobd.
,
1340
):
die [purger] sint niemant nichtz gepunden noch schuldich.
UB ob der Enns
10, 72, 13
(
moobd.
,
1381
):
wa ir ayner […] auf wazzer vare, […] mit flözzen oder scheffen, vnd daz er auf eynen grunt oder auf eynen erich rynne, daz er darumbe nyemanne ichts gepunden sein sol.
Niewöhner, Teichner
266, 14
(Hs. ˹
moobd.
,
1360
/
70
˺):
vasten, peynen daz man tůt | uͤber jar nach dez pharrer pot, | dez wâr der mensch gepunden got, | hiet er nie chain sund getan.
Fichtner, Füetrer. Trojanerkr.
169, 3
(
moobd.
,
1473
/
8
):
,Ja, fraw, ob ir das westet, | wie mich ew̃r minne strang | hat punden und pelestet‘.
Weber, Füetrer. Poyt.
128, 5
(
moobd.
,
1478
/
84
):
so mŭeß mich ymmer rewen, | das ich euch dinsts gepunnden pin gewesen.
Mollay, Ofner Stadtr.
201, 5
(
ung. inseldt.
,
1. H. 15. Jh.
):
was mit andern priefen geschicht, das wider bindet nach nicht kraft hat.
Dietz, Wb. Luther
305
Schwäb. Wb.
1, 1119
;
Vorarlb. Wb.
1, 357
;
Rwb
2, 339
.
15.
›(den Gläubigen, der nicht bußwillig ist), von den Gnadenmitteln der christlichen Kirche ausschließen, mit dem Kirchenbann belegen, exkommunizieren‹.
Wortbildungen:
binderei
.

Belegblock:

Helm, H. v. Hesler. Apok.
2130
(
nrddt.
,
14. Jh.
):
Daz swert hat zweierhande snit – | Der eine zu berge set | […] Der ander zu der erden – | Und bezeichent die werden | Cristenheite prelate, | Die mit irme guten rate, | Nach deme sie schult vinden, | Hir binden und entbinden.
Schade, Sat. u. Pasqu.
2, 47, 1
(
rhfrk.
,
1523
):
den gewalt der schlüßel, zů binden, uf zů lösen, deins patrimoniums, excommuniciern, aggriviern, anathematiziern und dergleichen.
Luther, WA
30, 2, 440, 4
(
1530
):
Binden hat er [der Bapst] wol ymer getrieben, vnd der bindeschlussel ist ynn vbungen.
Goldammer, Paracelsus
5, 183, 20
(
1530
):
ich hab zu vergeben die frembden sund, ich hab zu binden, zu aufledigen, ich hab zu seligen und zu verdammen.
Koller, Ref. Siegmunds
93, 12
(Hs. ˹
Basel
um 1440
˺):
Zů dem andren heisset er [der bobest] ǒch heilig von aller heyligen goben wegen, so er entpfangen het von Christo, zů binden und zů entbinden.
Buijssen, Dur. Rat
14, 15
(
moobd.
,
1384
):
oder zw volfueren die heiligen heilichait oder die sluzzel des reichs zw enpinden oder pinden.
Dietz, Wb. Luther
305
.
16.
phras.:
gebundene zeit
›Zeit, in der Recht und Gericht auf bestimmte Handlungen beschränkt sind‹.
Zur Sache: Rwb
2, 340
.

Belegblock:

Mitzschke, UB Bürgel
376, 11
(
thür.
,
1428
):
daz eyn alde gewonheid gewest ist, y unde yhe, daz man spel vorbotin had czu gebuͤndener czyt.
Goerlitz, Magd. Schöff./Posen
121, 1
(
omd.
,
n. 1423
):
Indes quam dy gebundene czeyt, das her mich nicht lis ausschreybin aus der scheppin buche.
Lexer
1, 763
.