bezecht,
part. Adj.
1.
›betrunken, berauscht‹.
Bedeutungsverwandte:
; vgl. ,  1.

Belegblock:

Lappenberg, Fleming. Ged.
299, 50
(
1631
/
9
):
Die bezechten Gäste wandern | immer einer nach dem andern; | Iederman der sucht sein Haus.
Oorschot, Spee. Trvtz-N.
55, 20
(
wmd.
,
1634
):
Die sonn sampt ihren Rossen | Späth Oesterlich bezecht | Mitt Schlaff noch vbergossen.
Müller, Faustb.
928, 7
(
Frankf.
1587
):
ist er mit etlichen seinen Bekandten spatzieren gangen / am Abend wol bezecht.
Küther, UB Frauensee
282, 7
(
thür.
,
1496
):
ist Herman [...] geritten und ist wol bezcechtt gewest.
Löscher, Erzgeb. Bergr.
182, 13
(
omd.
,
1554
/
1633
):
Huetleute [...] laßen keinen bezechten in die gruben fahren.
Sachs
8, 393, 16
(
Nürnb.
1558
):
Der könig wart bezecht mit wein.
Henisch
364
(
Augsb.
1616
):
Bezecht / beweint / ebrius, temulentus, vinolentus.
Preuss. Wb. (Z)
1, 592
.
Vgl. ferner s. v.  7.
2.
›einer Zeche, Innung zugehörig‹.

Belegblock:

Wutke, Schles. Bergb., Cod. Sil.
21, 241, 10
(
schles.
,
1681
):
dennoch aber von keinem als ordentlich bezechten einige lehriungen auf, [...]; massen denn bezechte handwerker kraft dieses briefes numehro berechtiget, dass sie denen, so das handwerk nicht redlich oder zechtmessigerweise gelernet, solches neben sich zu treiben nicht gestatten mögen noch dörfen. Was aber die handwerker, darunter anietzo keine bezechte, belanget als weber stricker zimmerleute meurer [...], so bleiben iene bei ihrer vorigen gewohnheit und freiheit.
Rwb
2, 297
.