1
auswallen,
V., unr. abl.;
zu
wallen
›sprudeln, aufkochen‹ (
Dwb
13, 1269
).
1.
›hervorquellen, herausströmen; überlaufen‹, sowohl von der Quelle wie – mit verschobener Bezugsgröße – von dem Herausströmenden gesagt; oft ütr. oder bildlich, dann: ›aufwallen‹.
Gehäuft in Texten religiösen Inhalts.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  2,  2,
1
.
Wortbildungen:
auswallung.

Belegblock:

Pyritz, Minneburg
652
(
nobd.
, Hs.
um 1400
):
Daz auch groß wol gevallen | By willen muͤs uz wallen.
Bihlmeyer, Seuse
273, 7
(
alem.
,
14. Jh.
):
do wiel her us ein runs des kostberen blůtes.
Ebd.
542, 9
:
von dem [hoͮpt] da us wielen die blůtgiessenden brunnen von den grimmen dornstichen.
Vetter, Schw. zu Töß
65, 17
(Hs.
15. Jh.
):
do mocht es doch wol also geschen [...] von úberkraft des brinnenden seres das ir hertz trůg, das das uswiel und schliege in hend und in fuͤss.
Maaler
47v
;
Schwäb. Wb.
6, 1572
.
2.
›etw. sieden, kochen‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl. .

Belegblock:

Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
220, 9
(
oobd.
,
1349
/
50
):
dar umb enzündent si [die sperken] daz pluot und machent ez auz wallend, und dâ von sint si auch gar unkäusch.