ausfolgen,
V.
1.
›(einem Gast oder Wegziehenden) ein Stück weit folgen, das Geleit geben, ihn hinausbegleiten‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl. ,  3.
Wortbildungen:
ausfolgung
›Leichengeleite‹.

Belegblock:

Diefenbach
296
c (
Augsb.
1512
):
Inferie [...] vßfolgung der doten.
Dief./Wü.
122
;
Schwäb. Wb.
1, 467
(
16. Jh.
).
2.
›jm. etw. ausliefern, aushändigen, übergeben‹.
Bedeutungsverwandte:
 1,  1; vgl.  1,  4.
Syntagmen:
jm. das buch, den lon a., jm. die notdurft an bauholz a.

Belegblock:

Winter, Nöst. Weist.
1, 883, 30
(
moobd.
,
1665
):
Dises vorstechunte [...] pergthaidungbüechl ist [...] collationiert und allerdings gleichlautent dem [...] dorfrichter [...] außgevolgt worden.
Rwb
1, 1018
(
seit 1578
);
Preuss. Wb. (Z)
1, 296
(a.
1624
/
5
).
3.
›etw. vollziehen, ausführen‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl. ,  11.
Wortbildungen:
ausfolglassung.

Belegblock:

Bihlmeyer, Seuse
542, 27
(
alem.
,
14. Jh.
):
Nu gib dinem kneht, kúng miner, mit dir ein usvolgen dins lidens, ein tragen, daz ich mit dir hie also werde gekrútzgot.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
446, 27
(
m/soobd.
,
17.
/
18. Jh.
):
er habe dan sich vorhero anbefragt, ob solches nicht alles alhier solte angesagt und gegen gebreichiger bezahlung außgevolgt werden.
Siegel u. a., Salzb. Taid.
173, 33
(
smoobd.
, Hs.
18. Jh.
):
doch ist selber bei ausvolglassung dessen daz auf die zeit angeschlagene fueter zu bezahlen verbunten.