abheischen,
V., unr. abl.
1.
›von etw. (z. B. einem Amt) zurücktreten, abtreten‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  9.

Belegblock:

Buch Weinsb.
5, 11, 13
(
rib.
,
1553
):
im fall er das bontworter ampt [...] triben worde, so wolte er sich abheischen.
Chron. Mainz
1, 378, 11
;
27
;
Schwäb. Wb.
1, 31
.
2.
›jn. (den Angeklagten) oder eine Rechtssache zwecks Appellation aus der Gewalt eines Richters abfordern‹.
Wortbildungen:
abheischung.

Belegblock:

Krebs, Prot. Spey. Domkap.
1, 3738, 4
(
rhfrk.
,
1513
):
wan ein burger umb schult an geistlich gericht gefordert, so werd er vom rat abgeheischen, mit beger, solichs an key. mt. zubringen.
Schwartzenbach
B vir
(
Frankf.
1564
):
Von einem Richter abheischen. Einen andern Richter anruffen.
Krebs, a. a. O.
1, 3819, 4
;
Rwb
1, 140
;
Wrede, Aköln. Sprachsch.
22b
;
3.
›jm. etw. abverlangen‹.
Bedeutungsverwandte:
 1.

Belegblock:

Rwb
1, 114
;
Wrede, Aköln. Sprachsch.
22b
;
Crecelius
1, 5
;
Shess. Wb.
1, 40
.