tagalt,
tagaldi,
die
;
-Ø/–
;
zu
mhd.
tagaltî
›Zeitvertreib‹
(Lexer
2, 1386
).
›Vergnügung, törichter Zeitvertreib, Scherz, Spiel‹.
Obd.; poetische Texte.
Bedeutungsverwandte:
, .
Syntagmen:
die t. sagen / vernemen
;
der t. lachen
;
von (der) t. sagen, durch t. wohin gehen
;
die hübsche / schöne / wunderliche t
.

Belegblock:

Matthaei, Minner.
1, 11, 239
(Hs. ˹
wobd.
,
15. Jh.
˺):
ich wöll eüch allen dreyen sagen | von wunderlicher tagalt.
Sappler, H. Kaufringer
13, 439
(
schwäb.
, Hs.
1464
):
Der haußwirt zelest began | auch in schimpf weis vahen an, | in ze sagen ain tagalt.
Haltaus, Liederb. Hätzlerin
2, 85, 80
(
schwäb.
,
1471
):
Ich muͦsz der tagalt selbs lachen, | Das ich so groszen schaden tet.
Fichtner, Füetrer. Trojanerkr.
233, 1
(
moobd.
,
1473
/
8
):
Si giengen durch tagallde | die perg auff und zue tal.
Munz, Füetrer. Persibein
161, 6
(
moobd.
,
1478
/
84
):
mit schöner tagaldy | vertraib er ir den tag mit manichem märe.
Stackmann u. a., Frauenlob
5, 64, 9
;
Thiele, Minner. II,
13, 376
;
Sappler, a. a. O.
5, 417
;
13, 436
;
Rosenqvist, Frz. Einfluß.
1932, 229
;
Schmeller/F.
1, 592
.