stiftbrief,
der
 ;
-(e)s/–
.
– Wobd./oobd.; vorwiegend Rechts- und Wirtschaftstexte.
1.
›Urkunde über die Gründung einer Institution‹;
zu  1.

Belegblock:

Vogel, Urk. Heiliggeistsp.
1, 466, 16
(
moobd.
,
1450
):
ob der stifftbrief des yeczgemelten altar gefunden wuͤrd.
Chron. Nürnb.
5, 746, 14
(
nobd.
,
1468
):
Johannes Muffel hat meins anherrn vater geheissen, stet in des stifters stiftbrieve zu dem spital.
Loose, Tuchers Haushaltb.
109, 12
(
nürnb.
,
1514
):
und der ubrig ½ gulden der sol sant Sebolt beleiben in lautt des stifftprifs.
Geier, Stadtr. Überl.
227, 10
(
nalem.
,
A. 16. Jh.
):
Eines Bettelvogts oder Seelmeisters Fertigung und Besoldung [...], wie du dann des nach außwißung der stiftbrief zuͦ thuͦn schuldig bist.
Dirr, Münchner Stadtr.
592, 15
.
2.
›Schenkungsurkunde, die Dotierung einer Institution betreffend‹;
zu  2.

Belegblock:

Graf-Fuchs, Ämter Interl./Unterseen
79, 27
(
halem.
,
1385
):
das die stetluͥte von Inderlappen, [...] nach forme des stiftbriefes, den si dar umbe hant, [...] druͥ phunt geluͥtertz wachses ze erbzins geben und weren suͥllent.
Fuchs, Kart. Aggsbach
311, 4
(
moobd.
,
1433
):
Esz findet sich auch ain stuͤftbrieff von frauen Agnesen h(errn) Ottonis von Meÿssau gemahlin.
Hör, Urk. St. Veit
159, 14
;
Fuchs, Kart. Aggsbach
264, 1
.
3.
s.  9a.