mordgrube,
die
;
–/-n
.
›Räuberhöhle‹; tropisch: ›mit einer Räuberhöhle in Vergleich gesetzter Aufenthaltsort und Wirkungsraum des konfessionellen oder moralischen Gegners, auch des
teufels
bzw. des als
teufel
pragmatisierten Gegners‹;
vgl.  13,  1.
Bedeutungsverwandte:
, .
Wortbildungen:
mordgruber
.

Belegblock:

Luther, WA
15, 94, 9
(
1524
):
die yhr ewre kinder, freunde odder nehisten yn solche mord gruͦben leybs und seelen stosset.
Ebd.
22, 37, 10
(
1544
):
Die Welt ist nichts anders denn des Teufels Mordgrube beide, in geistlichem und leiblichem Regiment und sachen.
Ebd.
47, 559, 1
(
1539
):
es ist keine rechte teurung, welche von den verzweiffeltten, muttwilligen leutten gemacht wird, den sie werden alle morder, geitzig, diebe, schelcke und mordgruber.
Ebd.
47, 609, 3
(
1538
):
so sindt des Bapsts lehre undt die Canonichen anders nicht den mordtgruben und fegfeur der gewissen.
Alberus, Barf. Vorr. Alb.,
5, 2
(
Wittenb.
,
1542
):
vnd die Kloͤster nichts denn Mordgruben, vnd recht Hinnomtal sind.
Vetter, Pred. Taulers
391, 13
(
els.
,
E. 14. Jh.
):
min hus sol sin ein hus des gebettes, und ir hant es gemaht zuͦ einer mortgruͦben.
Luther, WA
7, 5, 28
;
38, 123, 1
;
41, 681, 5
;
45, 508, 35
;
49, 793, 22
;
50, 53, 29
;
51, 524, 30
.