misgichtig,
Adj.
›nicht geständig, etw. nicht anerkennend, leugnend, nicht zugestehend‹ (z. B. auf Schulden, Vergehen bezogen); mit verschobener Bezugsgröße: ›strittig, geleugnet, nicht anerkannt‹.
Alem.; Rechts- und Wirtschaftstexte.
Gegensätze:
 34.

Belegblock:

Welti, Stadtr. Bern
98, 1
(
halem.
,
1401
?):
schuld oder koͮff, dera ein man nit missgichtig kan sin.
Ebd.
295, 1
(
n. 1437
):
wer ouch uͥtz ußtruͤge, das man hiesse heln bi dem eide, werdent si es gichtig, oder bezuͥgett mit zwein ingesessnen burgeren, ob si des mißgichtig weren, sollent varen uon vnser stat.
Graf-Fuchs, Ämter Interl./Unterseen
120, 26
(
halem.
,
1404
):
Weler ouch umb missgichtig sachen und schulde pfande nimet, der sol das pfande ledig wider keren.
UB Zug
702, 4, 7
;
Merz, Urk. Wildegg
33, 15
;
Graf-Fuchs, a. a. O.
336, 16
;
Rwb
9, 686
.