minnekosen,
V.
›mit Gott in Vertrautheit, Liebe sprechen‹;
vgl.  4,  1.
Wobd.; älteres und mittleres Frnhd.; Texte der Mystik.
Wortbildungen:
minnekoserin
.

Belegblock:

Bihlmeyer, Seuse
16, 33
(
alem.
,
14. Jh.
):
Sin selhat etwen in einem minnekosen gesprochen: „Herr, luͦg, die minner diser welt die zeichent irú liep uf ir gewant, ach minne minú, so han ich dich in daz frisch bluͦt mins herzensafes gezeichent“.
Ebd.
259, 7
:
Von dem minnekosen, daz dú sel mit got hate gehebt under dem krúze, keret si sich wider zuͦ sinem lidenne.
Strauch, Schürebrand
15, 23
(
els.
,
E. 14. Jh.
):
so söllent ir haben ein stetes minnekosen und heimelich gespreche us zuͦvallenden eigenen worten [...] mit uwerme gemahele und gespuntzen Jhesu Christo.
Rieder, Gottesfr.
223, 9
(
els.
,
1401
/
2
):
und wellent ir gerne werden innerliche spuntziererin und heimliche minnekoserin des minnesamen ewigen kúniges.
Bihlmeyer, a. a. O.
12, 10
;
24, 24
.