kolbig,
kolbe(ch)t,
Adj.
1.
›unförmig, knollig‹; ütr.: ›plump‹;
zu  5.
Syntagmen:
kolbiger finger / stein, kolbige art / ferse
.

Belegblock:

Gille u. a., M. Beheim
267, 82
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
sie hat zwu versen, kolbecht, gross und lank.
Sachs
22, 338, 2
(
Nürnb.
1545
):
Auch hetz zwen packen wie ein pfeiffer | Und kolbet finger wie ein schlewffer.
Pfälz. Wb.
4, 411
;
Schwäb. Wb.
4, 573
.
2.
›glatt geschoren (vom Haar)‹.

Belegblock:

Sachs
14, 313, 17
(
Nürnb.
1553
):
ich glaub, ir seidt ein narr | Ir seit ye selb kolbet beschorn.
Gehring, Würt. Ländl. Rechtsqu.
3, 301, 36
(Regestbeleg);
Schwäb. Wb.
4, 573
.