kitzel,
der
.
›Juckreiz; Schadenfreude; Wollust‹.
Syntagmen:
den k. empfinden, (jm.) den k. vertreiben; der k.
(Subj.)
sich legen
.

Belegblock:

Mieder, Lehmann. Flor.
491, 20
(
Lübeck
1639
):
So bald mit reiben oder kratzen der Kitzel ist gelegt / so fuͤlt man Unlust vnd Schmerzen.
Luther, WA
32, 477, 28
(
1532
):
So wird sich der kutzel bald legen, der jm selbs gefellet und lechelt uber eins andern gebrechen.
Turmair
1, 458, 24
(
Augsb.
1517
):
hunger und durst vertreibt den kitzel.
Schwäb. Wb.
4, 884
.
Vgl. ferner s. v.  2,  1.