graber,
gräber,
der
.
1.
›Erdarbeiter, Person, die Erdaushub für den Straßenbau, für Grenzziehungen u. ä. ausführt‹;
zu  1.
Bedeutungsverwandte:
, ; vgl.: .

Belegblock:

Joachim, Marienb. Tresslerb.
205, 17
(
preuß.
,
1403
):
20 m. entpfangen vor 4 leste korns, die den grebern worden, die zu Ragnith den graben umb das hus graben.
Ebd.
288, 20
(
1404
):
10 ½m. den grebern zu Ragnith noch von des graben wegen, die man yn noch schuldig was gebleben.
Ziesemer, Marienb. Konventsb.
116, 32
(
preuß.
,
1403
):
8 m. den grebern vor den Sthumisschen sehe und Baryoten sehe, den nuwen sehe und den ongerer usczugraben.
Ebd.
199, 9
(
1407
):
5 m. den grebern offczugraben und czuczustossen.
Ziesemer, a. a. O.
162, 24
;
Schweiz. Id.
2, 685
;
Schwäb. Wb.
3, 781
;
Bücher, Berufe Frankf.
1914, 54
.
2.
›Schanzknecht, Landsknecht mit der Aufgabe, den Wehrgraben zu verteidigen bzw. im Angriffsfall zu unterhöhlen oder aufzufüllen‹;
zu  1.

Belegblock:

Meisen, Wierstr. Hist. Nuys
789
(
Köln
1476
):
In den waepen moyst man do baldt | Dye greuer hueden myt gewaldt; | Vyll wurden der erschossen.
Pyritz, Minneburg
3676
(
nobd.
, Hs.
um 1400
):
Daz kint mit sime gesinde | Werten die burk gar swinde | An venstern und an zinnen | Und wider die graber innen.
V. Anshelm. Berner Chron.
4, 91, 19
(
halem.
,
n. 1529
):
deshalb er [...] des willens sîe, zů verrucken, und in eigner person zeziehen mit 24,000 lanzknechten, [...] 3500 reisiger und 150 stuckbuͤchsen, 600 graber.
3.; 4.; 5.; 6.,
s.  2345.