Helm, H. v. Hesler. Apok.
(
nrddt.
,
14. Jh.
):
Der [Calcidonius] was an sime schine bleich | Und an deme geverte | So grozelichen herte | Daz in nicht meisters mochte graben.
Das ist das Siegel, das ehr hatte helle, feine buchstaben im hertzen und ein rein und scharff gegraben siegel, das heist: ehr wuste gewisslich.
Ziesemer, Marienb. Ämterb.
127, 3
(
preuß.
,
1437
):
eyn silbereyn blech, dorann ist eyn schiff gestochen und gegraben.
Bömer, Pilgerf. träum. Mönch
(
rhfrk.
,
um 1405
):
[Die handt ist] Eyne widerstellerynne der falschen sigel | Und der selben eine graberynne da bij.
Thiele, Minner. II,
30, 34
(Hs. ˹
md.
/
rhein.
,
1. V. 15. Jh.
˺):
ich sach meysterlich boicstavin | beide gemalt und ouch gegravin.
Stackmann u. a., Frauenlob
7, 2b, 10
(Hs. ˹
md.
,
M. 14. Jh.
˺):
der sarc was rot ein marmel, | der stempel guldin, wol gegraben.
Ebd. 4, 3, 5
(Hs. ˹
nobd.
3. V. 15. Jh.
˺):
Swa sie sich durch vier ougen in zwei herzen graben, | da wirken sie.
Triuwe unde recht ein ieslich mensche solte haben | genzlich gegraben | in herze und in sinne.
Karnein, Salm. u. Morolf
351, 1
(
srhfrk.
, Hs.
um 1470
):
ein zinen, die was von marmel schön graben.
Müller, Faustb.
906, 17
(
Frankf.
1587
):
das Thor / dadurch man gehet / mit Glocken [...] gemacht / darinnen die Historien deß alten vnd newen Testaments gegraben.
Belkin u. a., Rösslin. Kreutterb.
142, 13
(
Frankf.
1535
):
[Der Jacinct] ist fast hert / also das er sich nitt laßt spalten oder graben.
Scalper [...] scalpellus [...] instrumentum ferreum. daß mann zu den wunden vnd zeen braucht, damit man zeen außbricht / heyst auch ein flit / grabeisen / schrateisen / schabmesser.
ein gegraben werckstuͤck / vne chose engrauéë. Graben / grauer. ein graber / außstecher / graueur, tailleur.
Vizkelety, Spangenberg. Glücksw.
741
(
Nürnb.
1613
):
Er hett jetzund nit so viel weil / | Daß er mir koͤndt ein Pittschafft graben.
Liendle was woltest du dann haben / | Das er dir solt auffs Pittschafft graben?
Die gruntfeste der pfeiler waren erin: wann ir haubt mit iren gemelden
[Var. 1. H. 15. Jh.:
grabugen
]
waren silbrin.
mit zedrim holcz was inwendig der tempel vberal bedeckt habent sein grabung vnd sein fúgung weislichen gemacht.
vber einen stein mit siben augen. Vnd sich ich werd graben sein grabung
ich will seine hindernüß auffloͤsen
wil (jnn) gletten
ich wil jn aushawen
]
sprichet der herre.
Scalpellum, Ein kleins schab messerlin / grabeyselin.
Graber / Schnetzler. [...] Grabmeissel [...] Ein spitzeysen helffenbein darmit zů hoͤlen.
Morrall, Mandev. Reiseb.
103, 9
(
schwäb.
,
E. 14. Jh.
):
ir soͤllent graben mit ainem dyomanten in saphir oder cristall.
er kund valsche insigl graben, er hieß Bartlme.
die geschrift, [...], ist so scharpf, als obs ain goldschmid graben hett.
Haszler, Kiechels Reisen
(
schwäb.
,
n. 1589
):
dobey auch öttliche in stein gegrabene latinische vers.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
(
oobd.
,
1349
/
50
):
Der grabær ainer hiez Beseleel und der ander Ooliab, die wâren sunderleichen gelêrt [...] auf all kunst, diu zuo edelm gestain gehœrt ze graben und ze polieren oder zierleich beraiten. und die gruoben daz edel gestain und beraitten ez zuo dem tempelgewant.
in dem gewant machten si nâch gotes gehaiz zwelf auzerwelt edel stain und gruoben dar ein die namen der kind von Israhel, und dar umb ist daz wâr, daz der stain graben niht ân sach ist.
McClean, Havich
4293
(
moobd.
, Hs.
15. Jh.
):
an der maur lies er graben | vil mer̈mleiner tier | in vil manigerlay zir̈.
Mell u. a., Steir. Taid.
(
m/soobd.
,
1539
):
die burger zu st. Geörgen mügen sich aines marktinsigl darauf st. Geörg [...] gegraben sol sein gebrauchen.