göpel,
gappel,
der
;
wohl aus dem Obsorb. (Pfeifer, Etym. Wb. d. Dt.
1993, 462
).
›Hebewerk zur Schachtförderung, Gerüst, zumeist aus Holz, das über einem Schacht plaziert wird, damit Wasser, Erde oder Rohstoffe (wie Eisen oder Erz) gefördert werden können. In der Mitte des Gerüstes befindet sich eine Spindel, über das ein Seil mit einem Korb gehängt wurde. Das Seilende konnte je nach Größe des Gerüstes von Menschenhand oder von einem Pferd gezogen werden‹; auch: ›Maschine zum Dreschen‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  16.
Wortbildungen:
göpelarbeit
,
göpelpferd
,
göpelseil
(16. Jh.).

Belegblock:

Helbig, Qu. Wirtsch.
5, 52, 1
(
md.
,
1582
):
eine zeche am wege, darauf ein Göppel gestanden, ist dermassen verstürzet, das man alda nicht bauen kan.
Löscher, Erzgeb. Bergr.
167, 10
(
omd.
,
1554
/
1633
):
Do die gepelpferde schwere arbeit haben, wirdt eine woche uf ein pferdt anderthalber scheffel haver gegeben [...]. Do die aber zue anderer arbeit außerhalb der gepelarbeit gebrauchet werden, giebt man uf ein pferdt nur
5
/
4
haver.
Ebd.
193, 14
:
Pferde uf den gepeln werden weder gekauft, verkauft [...] ohne beysein eczlicher verstendiger gewercken.
Ebd.
174, 6
;
Piirainen, Stadtr. Kremnitz 5;
130
;
Schwäb. Wb.
3, 750
;
Veith, Bwb.
247
f.