collegium,
das
;
–/-ien
; auch lat. Flexion;
aus
lat.
collēgium
›Genossenschaft, Verein‹
(
Georges
1, 1262
).
1.
›Gemeinschaft gleichrangiger Mitglieder einer kirchlichen oder weltlichen Instanz; regelmäßig zusammenkommender Personenkreis‹.
Bedeutungsverwandte:
 1,  13-15.
Wortbildungen:
collegienhaus
.

Belegblock:

Buch Weinsb. (
rib.
,
1569
):
die meister [...] haben van den collegien und cloistern steur bekomen.
Koller, Ref. Siegmunds (Hs. ˹
Augsb.
,
um 1440
˺):
ain tomherre sunst in ainem collegio sol haben LX gulden und nit mere.
Ebd. Var. (Hs.
2. H. 15. Jh.
):
es sullen all tomhern, es sey in
[Var. L
ecclesys cathedralis oder minoribus collegys, umb das collegyhauß halten, nicht sich streben
]
in die stat.
Vgl. ferner s. v. , .
2.
›Zusammenkunft von Studenten zu Übungszwecken‹; mehrfach metonymisch: ›Vorlesung‹; ›Wohnhaus eines studentischen Verbandes‹.

Belegblock:

Österley, Kirchhof. Wendunmuth (
Frankf.
1602
):
auß dem pædagogio in das collegium transferirt zu werden, befürchtet ein examinandus.
Thiele, Chron. Stolle (
thür.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
gingen [...] dy hern von den regelern, dar noch der rector uss deme kaleigem mit allen studenten.
Sachs (
Nürnb.
1548
):
Zw Leypzig im colegium | Acht studenten in ainer sum | Die purschten mit einander gleich.
Bolte, Pauli. Schimpf u. Ernst (
Straßb.
1522
):
In einem Colegio waren 10 oder 12 Studenten bei einander.
Enders, Eberlin (
Basel
1521
):
Wir ordnen yn eim jetlichen bistuͦm ein Collegium für mannlich person [...] Ein solich Collegium ordnen wir auch für edle junckfrawen oder witwin.
Schulz/Basler
1, 351
;
Eckel, Fremdw. Murners.
1978, 113
.