ausgescheiden,
Konj.,
Präp.
(1),
Adj./Adv.
(2-4).
1.
dient der Einleitung derjenigen Aussage oder der Nennung derjenigen Bezugsgröße, die von dem Inhalt des vorangehenden oder folgenden Satzgliedes oder Satzes ausgenommen wird: ›es sei denn, daß; außer, ausgenommen‹;
vgl.  34.
Phraseme
(als Verwahrformel):
niemand ausgescheiden.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  3,  12, (s. v.  4), (s. v.  5).

Belegblock:

Meijboom, Pilgerf. träum. Mönch
1185
(
rib.
,
1444
):
Zo corrigieren alle sunden, | Uyssgescheiden die yme hait behalden | Der groisse gehornde selver zo walden.
Ebd.
5986
:
So en kan dynre edelheit gelijchen yet | Hemel noch erde noch ouch dat mer | [...] | Ussgescheiden der engel nature.
Chron. Mainz
1, 53, 19
(
rhfrk.
,
15. Jh.
):
die sal niemants husen [...]; ußgescheiden ob ez were, daz ir einer [...] hie zu Mencze zu tunde hetten.
Ebd.
54, 13
:
daz ein igliche mensche, der sich zu Mencze neret [...], ußgescheiden kinder, dinstlude und megde [...], der sal igliches dise nehsten [...] jare alle wochen vier hellir geben.
Schmidt, Frankf. Zunfturk.
1, 7, 26
(
hess.
,
1425
):
Ußgescheiden die opperknecht, die schaubedeckern oder cleubern andelagen, den sal man gebin.
Preuss. Wb. (Z) 1, 325;
Shess. Wb.
485
;
Schwäb. Wb.
1, 504
.
2.; 3.; 4.,
s.  235.