armselig,
Adj.
1.
›bedauernswert, bemitleidenswert‹, teils mit der Nuance ‘krank’; vgl. (Adj.) 10.

Belegblock:

Moscherosch. Ges. Phil. v. Sittew. (
Straßb.
1650
):
so beschwöre ich dich durch die Krafft vnd Allmacht Gottes, daß du verstummen vnd diesen armseligen Mänschen verlassen müssest.
Glatz, Chron. Bickenkl. (
önalem.
,
um 1640
):
Das sein mir armesölige menschen, dan er flaisch und bluet [...] an sich genomen hat.
Anderson u. a., Flugschrr.
29, 7, 24
(
Augsb.
1524
):
Nun woͤlstu ye nicht / das man dich also außbleßniert / wañ sy seynd so blind / armsaͤlig / vñ verstockt / das man billicher mitleyden mit jn hett.
Eschenloher. Medicus (
Augsb.
1678
):
in welcher Blindheit sie drey Jahr also armseelig verbliben.
Henisch (
Augsb.
1616
):
Es ist zwar ein armseliger / aber doch ein notwendiger trost / [...]. Jetzt gluͤck / jetzt armselig kan keiner sein.
Dietz, Wb. Luther ;
Preuss. Wb. (Z)
1, 205
;
2.
›ärmlich, dürftig, armselig‹; vgl. (Adj.) 15.
Bedeutungsverwandte:
vgl. 2.
Syntagmen:
a. haus.

Belegblock: