allermänniglich
(zum Teil assimilierte und kontrahierte Formen wie
allermallich, allermenglich
),
Indefinitpron.;
ahd.
allero mannolîh
(Schützeichel, Ahd. Wb. 3).
1.
›jedermann, jeder einzelne aus einer Anzahl‹; mit Übergang zur Kennzeichnung der Gesamtheit: ›alle zusammen‹; beide Nuancen sind aber nur in wenigen Belegen sinnvoll trennbar.
Bedeutungsverwandte:
vgl.
2
(Adj.) 2.

Belegblock:

Wyss, Limb. Chron. U
145, 6
(
mfrk.
,
1393
):
ire dage zů leýstene wedder allermellichen.
v. Liliencron, Dür. Chron. Rothe
686, 26
(
thür.
,
1421
):
do wart her uss geruffin vor eynen romischen konigk von aller melchem.
Thiele, Chron. Stolle
119, 9
(
thür.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
[her] wart do von allermelichem eyn grafe von doringen genant.
Bolte, Pauli. Schimpf u. Ernst
2, 71, 21
(
Straßb.
1550
):
lag ein Trunckener uff der Gassen, schendtlich auffgedeckt vor allermeniglich.
Gierach, Märterb.
2464
(Hs. ˹
moobd.
,
A. 15. Jh.
˺):
ez floch allermainchleich | auf Quincians palas.
Gereke, Seifrits Alex.
1791
(
oobd.
, Hs.
1466
):
das sy mit wasser und mit prott | vasten aller menichlich.
Chron. Köln
2, 116, 21
;
Wyss, a. a. O. U
146, 51
;
Beyer, UB Erfurt
2, 72, 10
;
Chron. Nürnb.
4, 246, 6
;
Banz, Christus u. d. minn. Seele
1007
;
Bihlmeyer, Seuse
384, 11
;
509, 9
;
Geier, Stadtr. Überl.
9, 13
;
Leisi, Thurg. UB
5, 180, 15
;
Chron. Augsb.
9, 80, 8
;
Wiessner, Wittenw. Ring.
7786
;
Gereke, a. a. O.
4742
;
5698
;
Auer, Stadtr. München
228
;
Niewöhner, Teichner
10, 116
;
304, 6
;
Grossmann, Unrest. Öst. Chron.
80, 26
;
Bauer, Wortw. Hallers
22
;
Dietz, Wb. Luther
57
-58;
Wrede, Aköln. Sprachsch.
100
;
Schwäb. Wb.
1, 138
.
2.
›in jeder Hinsicht, mannigfach‹; wenige Belege, unsichere Interpretation.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  5.

Belegblock:

Kehrein, Kath. Gesangb.
2, 489, 5
(
Nürnb.
1631
):
Auff daß du suͤssiglich, | Dich frewest vestiglich, | Im Himmel ewiglich, | Mit dem Koͤnig allermaͤnniglich.
Gereke, Seifrits Alex.
1298
(
oobd.
, Hs.
1466
):
der kunig berait sich | darczue aller menigklich | mit chost und mit wer.