absonderung,
die
;
-Ø/-.
1.
›Abspaltung von etw., Schisma; Abhebung e. P. (von einer Gegengruppe), Lösung e. P. (aus einer Gruppe)‹;
vgl.  1.

Belegblock:

zu Dohna u. a., Staupitz/Scheurl
2, 203
(
Nürnb.
1517
):
Daraus erwachsen absunderung der reiche, zank und hader, plackarei, rauberei, aufhauung der güter, todschleg, morderei.
Fellmann, Denck. Schrr.
2, 82, 34
(
Worms
1527
):
Hierin stehet die absondrung der kinder Gottes von den weltkindern.
Maaler
7 r
(
Zürich
1561
):
Absünderung. Disiunctio, Dissolutio, [...], Secessio, Separatio, [...], Entfroͤmbdung. Alienatio.
Dietz, Wb. Luther
30
.
2.
›vermögensrechtliche Abfindung von jm.‹;
Omd.; Rechtstexte.

Belegblock:

Kisch, Leipz. Schöffenspr.
504, 16
(
osächs.
,
1523
/
4
):
das unser muter keinen teil noch absunderung von uns noch von unserem gut nie begert hat.
Groschu. a., Schöffenspr. Pössneck
301, 10
(
thür.
,
1474
):
daz dy kinder in bywesin yr nesten frunde unde swertmagen anstat yres vaters sollicher absunderunge eyne genoge gehabit sollen habe.
Ebd.
135, 2
;
Rwb
1, 280
.