2
abschleichen,
V., unr. abl.;
zu
mhd.
slîhen
›schleichen‹
(
Lexer
2, 973
).
1.
›etw. (z. B. ein Schloß) durch heimlichen Überfall gewinnen, einnehmen‹.

Belegblock:

Grossmann, Unrest. Öst. Chron.
24, 9
(
oobd.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
all Steyrer [...] das geschloss Wildan abschlichen und den markt Canabicz perawbten.
2.
›sich davonstehlen, heimlich wegbegeben‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  4.

Belegblock:

Sachs
12, 163, 29
(
Nürnb.
1561
):
Tristrant geht trawrig ab, dergleich schleicht Isald ab.
3.
›von oben herabschleichen‹.

Belegblock:

Wrede, Aköln. Sprachsch.
40a
.