stoisch,
Adj.;
zur Wortgeschichte vgl. Schulz/Basler
4, 474
 ff.
›stoisch (von der antiken Lehre)‹.
Wortbildungen:
stöcker
(deformiert für regelgerechtes
stoiker
),
stoicus
,
stoiker
(a. 1677).

Belegblock:

Luther, WA
47, 259, 40
(
1537
):
ihr seid Halstarrig, hardneckicht, storrisch, knorrig, Stoici, und klaget [...].
Reichert, Gesamtausl. Messe
96, 3
(
Nürnb.
um 1480
):
Die andernn warent genant Stoycorum. Die gelaubten und sprachen, das des menschen selikeit leg in den natuerlichen tugenden.
Franck, Decl.
346, 33
(
Nürnb.
1531
):
Die Stoisch lere das alle sünd gleich seyen / verneynt teglich der menschen leben.
Turmair
4, 372, 17
(
moobd.
,
1522
/
33
):
Es sein drei namhaftig der philosophen partei gewesen, die den grösten anhang gehabt haben, [...], nemlich die platonischen, epicureischen und stöcker.