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kose,
köse,
das
;
-s/–
;
zu
mhd.
kœse
, dies aus
lat.
causa
(Lexer
1, 1686
).
›Gerede, Geschwätz‹.
Wmd.; älteres und mittleres Frnhd.; oft Verstexte.
Syntagmen:
k. treiben; mit k. sprechen; k. des weibes; falsches / klagendes / langes / üppiges k.

Belegblock:

Rieder, St. Georg. Pred.
15, 13
(Hs. ˹
önalem.
,
1387
˺):
daz si niessen wil [...] zuͦ der zungen us, weltlichú maͤre und uppig kose ze tribenn.
Bartsch, Reinfrid
117, 38
(
halem.
, Hs.
14. Jh.
):
erlâ dich langes kœses | mit dem der lîp besprochen sî.
Sappler, H. Kaufringer
11, 332
(
schwäb.
, Hs.
1464
):
im was das haupt gar ze swär | worden von den trünken gros, | das er nit markt des weibes kos.
Ebd.
14, 48
:
der sprach gar mit valschem kös | diß red zuo dem herren sein.
Haltaus, Liederb. Hätzlerin
2, 48, 5
(
schwäb.
,
1471
):
Ach hertz, wie du ringest | Nach clagendes synnes kosz.
Niewöhner, Teichner
704, 127
(
oschwäb.
,
1472
):
zuͦ handt do was der teufel beraytt | mitt seinem falschen koͤse.