greifenklaue,
greifelklaue,
die
.
1.
›Finger und Hand in der Form und Art eines Greifvogels‹; tropisch für eine diebische Hand;
vgl.
1
 1;  16.

Belegblock:

Bömer, Pilgerf. träum. Mönch
9135
(
rhfrk.
,
um 1405
):
sij was ußsetzig und gebreet | [...] | Sehs hende hatte sij und mit zwene stumppen, | An zweien henden griffen klaen und krappen.
Ebd.
9509
:
Die erste
[Hand],
die gewappent ist, | Griffen clae sij genant ist, | Raub, der sich edel machet.
Bachmann u. a., Volksb.
29, 13
(
alem.
,
15. Jh.
):
die nagel an den henden warend als griffelklowen.
Meijboom, Pilgerf. träum. Mönch
9063
;
9405
;
Dalby, Lex. MHG Hunt.
1965, 70
.
2.
›Greifzange, Instrument zum Aufheben von etw.‹; speziell: ›Hostienzange‹;
vgl.  1.

Belegblock:

Graf-Fuchs, Ämter Interl./Unterseen
320, 3
(
halem.
,
1528
):
ein griffen clauwen mit silber beschlagen.
Ermisch, UB Chemnitz
422, 10
;
436, 18
.