grassieren,
V.;
zu
mhd.
grâzieren
(Lexer
1, 1076
); dies aus
lat.
grassari
›hart zu Werke gehen, wüten‹
(Georges
1, 2963
; Kluge/S.
1995, 335
).
›wüten, toben (von Seuchen oder Feinden)‹.
Bedeutungsverwandte:
(V.) 12, .
Syntagmen:
etw.
(z. B.
die pest
)
/ j.
(z. B.
die Türken
)
g
.

Belegblock:

Rot
315
(
Augsb.
1571
):
Grassirn. Wuͤten / toben / vngestuͤm sein / wuͤllen / grewlich durch gehn. Als / die pestes haben im 62. Jar an vilen orten grewlich grassiert.
A. à S. Clara. Deo Gratias
5, 6
(
Wien
1680
):
ob der grausamen und mit unbeschreiblichem Gewalt und Qual grassirender Pest.
Ebd.
20, 21
:
wegen der grassirenden Pest in dir nichts anderst gewest ist / als ein lautere Wuͤsten.
Dief./Wü.
633
;
Dietz, Wb. Luther
2, 160
;
Schwäb. Wb.
3, 801
;
Schulz/Basler
1, 253
.