2
gras,
gräs,
das
;
zu
mhd.
graz
›junge Zweige vom Nadelholz‹
(Lexer
1, 1075
; Dwb
4, 1, 5, 2019
);
nicht in allen Belegen sicher von
1
gras
unterscheidbar.
›Sprossen oder junge Zweige vom Nadelholz (als Streumaterial, Viehfutter)‹.
Wortbildungen:
2
grassen
›aus Tannenreisig‹.

Belegblock:

Spechtler, Mönch v. Salzb.
47, 23
(
oobd.
,
3. Dr. 14. Jh.
):
dein trangk was wasser, wildes hönig, grasser | dein speis und ampher.
Dirr, Münchner Stadtr.
343, 19
(
moobd.
,
1340
):
Swelich purger chauft [...] von einem pawmann, der auf dem land sitzzt, chorn, stro, holtz, hae, graz.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
74, 2
(
m/soobd.
,
1606
):
sie sollen auch solches gräss nit verligen oder außreisen lassen.
Ebd.
291, 24
:
solle einen jeden keuschler [...] nit gebüren [...] von dennen hoyholzern oder verporgenen perg ainiches graß zu schneiden.
Ebd.
438, 17
(
17. Jh.
):
der soll solchen nit langer dan vier jahr mit kraissen zaun innenhalten und sodan wider außlassen.
Mell u. a., Steir. Taid.
124, 19
(
m/soobd.
,
1655
):
Hannß Taupper clagt wider Hannsen Wintter [...] wegen in seinem luss abgehackten etlich grosser stämb holz und geschnaite gräß.