gracken,
V.;
im Dwb
4, 1, 5, 1649
erscheinen beide hier angesetzte Bedeutungen unter einem je eigenen Lemma.
1.
›spucken, speien‹.
Bedeutungsverwandte:
, , , , .
Wortbildungen:
gräckeln
,
gracken
(
der
) ›Auswurf‹ (dazu bdv.: ),
gracker
1 ›Person, die sich räuspert‹; 2 ›Spucker‹,
grackete
›das Spucken‹.

Belegblock:

Maaler
190v
(
Zürich
1561
):
Gracker (der) Screator.
Ebd.
191r
:
Graͤgglen / Vast spoͤutzen [...]. Graggen / Außspoͤutzen [...]. Graggen (der) Koder. Oris excrementum. Gragger. Sputator, Excreator. Graggeten (die) Expuitio, Excreatio.
Ebd.
241v
:
Kauwen / Gracken Koderen. Screare, Excreare, Spuere.
Ebd.
331r
:
Reußplen / Gracken. Screare. Reußplung.
Ebd.
379r
:
Speützlen. Consputare. Graͤgglen.
Henisch
1725
(
Augsb.
1616
):
Graggen / außspoͤutzen. [...] Graggen / (der) Koder. Oris excrementum. Gragger. [...] Graggeten (die) Expuitio, Excreatio.
Maaler
191r
.
2.
allg.: ›Laute von sich geben (von Tieren)‹; im einzelnen: ›krächzen (vom Raben)‹; ›quaken (vom Frosch)‹.
Wortbildungen:
grackeln
›schreien‹ (a. 1518).

Belegblock:

Österley, Steinhöwels Äsop
176, 31
(
Ulm
1474
/
82
):
Die nachtgall bezaichnet künfftige ding mit der stimm ires gesanges, der rapp mit synem groken.
Klein, Oswald
50, 35
(
oobd.
,
vor 1408
?):
ir lierent, zierent | gracket und wacket | hin und her.
Martin/Lienhart
1, 271
;
Schmidt, Hist. Wb. Elsaß
152
;
Schwäb. Wb.
3, 848
.