gotte,
auslautend auch apokopiert sowie mit
-i, -a
und
-n(en)
(
gotti, gotta, gotten(en)
), medial in der Regel Schreibung mit
-tt-
, in 1 Beleg
gute
(wohl volksetymologischer Bezug auf
gut
),
die / der
(nach dem natürlichen Geschlecht);
–/-n
.
– Vgl. die Bemerkungen und Literaturverweise s. v. .
1.
›Taufpatin bzw. -pate‹; die Belege lassen nicht in allen Fällen eine sichere Angabe des Geschlechts zu.
Wortbildungen:
gottenhemd
›Taufhemd als Patengeschenk‹,
gottenrok
(entsprechend; a. 1628),
gottenschaft
(dazu bdv.: ; a. 1622).

Belegblock:

Bremer, Voc. opt.
3066
(
wobd.
, seit
1. H. 14. Jh.
):
Patrina, gotta [...] got.
Bernoulli, Basler Chron.
6, 391, 7
(
alem.
,
1534
):
Und was gotti Conrat Schnitt des raͧths, und Martin Fickler, und goͤttenen fraͧ Dorothe.
Geier, Stadtr. Überl.
451, 9
(
nalem.
,
1555
):
das jetzo [...] niemandz [...] in der mummerei nit umbgehn, noch auch jemandz bei dem andern das kiechlin holen, außgenomen ainem guoten freundt bei dem andern, deßgleichen den jungen kindern bei den großvattern, großmůttern, gettin, gotta und gesipten freunden [soll].
Ebd.
507, 30
(
2. H. 16. Jh.
):
Es sollen auch die gotten weiter dhaine gottenhembder oder ander dergleichen schenkinen geben.
Welti, Stadtr. Bern
509, 4
(
halem.
,
1466
):
das mitt den selben kinden nů fuͥrwerthin zům opfer vnd alter nit me gan suͥllent dann die zwo gotten vnd ouch die ammen; were aber nit me dann ain gotta, die sol ouch allein mitt der ammen zem alter vnd opfer gaͧn.
Barack, Zim. Chron.
2, 566, 15
(
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
als sein gott
[›Patin‹],
die von Mantua, in uf ain zeit gefragt, wie ir taufgotte
[›Patenkind‹]
lebe.
Qu. Brassó
4, 222, 35
(
siebenb.
,
1633
):
den 22. Tag Julii mit christlichen Ceremonien, Gueden und Paten [...] dem Herrn Christo durch die h. Tauf eingelobet [worden].
Welti, a. a. O.
430, 26
;
Schmitt, Ordo rerum
82, 4
;
Schweiz. Id.
2, 523
;
526
;
6, 829
.
Vgl. ferner s. v. .
2.
›Patenkind‹.

Belegblock:

Bernoulli, Basler Chron.
4, 371, 7
(
alem.
,
um 1400
):
do frogt er [bischoff von Bassel], ob sin got wer uskomen; do sprochentz si: nein. do hies er das kind sůchen in der halden.