gegend,
gegene,
gegne,
die
;
-Ø/–
, auch
;
gegenote,
-Ø/-n
.
›Landstrich, Region, Gebiet, Gegend, Ort‹.
Syntagmen:
eine g. abbrennen / verbrennen / verheren; in eine g. faren / füren / gehen / kommen / ziehen; in einer g. arbeiten / bleiben / leben; eine fremde / heimliche / lustige / wüste g
.

Belegblock:

Toeppen, Ständetage Preußen
3, 666, 35
(
preuß.
,
1453
):
daz sy dem lande zcu Polan eczliche gegenaten deszer lande welden engeben.
Reissenberger, Väterb.
12025
(
md.
, Hs.
14. Jh.
):
Ein einsidel, quam gegan | Zu einer gegende, di hiez Cellia; | Vil manigen munch vant er da.
Bobertag, Schwänke
254, 22
(
Frankf.
1565
):
Nu was inn derselben gegne ein könig, welchs lob weit vnd vberal erschal.
Ralegh. America
11, 33
(
Frankf.
1599
):
der Frantzösische Scribent Theuer meldet / dasz die Eynwohner vmb die Gegne Amazones guͤldine Gehenck tragen.
v. Liliencron, Dür. Chron. Rothe
38, 8
(
thür.
,
1421
):
unde qwam yn dutzsche landt bey der see, do die Sachssen wonen, do zu der zeit die Doringe woneten, unde yn Missen Osterlandt unde die Marcke unde die andern gegenoten dorumbe.
Thür. Chron.
19v, 25
(
Mühlh.
1599
):
Dieweil jhn aber diese Gegendt gefiel / Baweten sie allda / vnd hiessen Stadt vnd Schloß Brandenburgk.
Bechstein, M. v. Beheim. Evang. Mk.
1, 38
(
osächs.
,
1343
):
Gê wir in di nêhsten gegine und stete, ûf daz ich ouch dâ predige.
v. Tscharner, Md. Marco Polo
28, 38
(
osächs.
,
2. H. 14. Jh.
):
Ouch sint di gegenote vol spise und vrucht.
Gille u. a., M. Beheim
99, 52
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
Nach disem liess er pald zu hant | ain gegend und ain ganczes lant | gar zu aschen verbrennen.
Gerhardt, Meister v. Prag
19, 16
(Hs. ˹
nobd.
,
1477
˺):
da wart er vermant in dem slaff er solt ziehen in die gegent Galilea.
v. Birken. Erzh. Österreich
68, 23
(
Nürnb.
1668
):
Beschickte hierauf etliche Hirten selbiger gegend.
Thiele, Minner. II,
15, 11
(Hs. ˹
wobd.
,
15. Jh.
˺):
und kam so fer von minem huß | und von der gegne do ich sas, | das ich nit wúst wa ich was.
Vetter, Pred. Taulers
190, 25
(
els.
,
1359
):
Man liset hútte in dem heiligen ewangelio von der zit das unser herre gieng von einer gegeni in die andern.
Chron. Strassb.
1, 48, 6
(
els.
,
1362
):
der grove hette gevangen [...] vil edeler lüte in dem bistuͦm zuͦ Basel und von andern gegenen dütsches landes.
Barack, Zim. Chron.
1, 107, 6
(
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
das in derselbig gegnent gar nahe von anfangs ain freie pirsch gewest.
Rauwolf. Raiß
23, 26
([
Lauingen
]
1582
):
Es ist aber dise Statt Tripolis zimlich groß [...] vnd ligt inn ainer lustigen gegne.
Bachmann u. a., Volksb.
144, 5
(
alem.
,
15. Jh.
):
Nun kam er in die gegent, die sins bruoders Arnolcz was.
Müller, Alte Landsch. St. Gallen
18, 5
(
halem.
,
1525
):
Min gnädiger her setzt und wil och, dz in ainer iekglichen gegne und gerichten witwen und waisen und wer des notdurftig ist mit guͦten lüten bevogtet werdint.
Dierauer, Chron. Zürich
184, 18
(
halem.
,
15. Jh.
):
Der verhieß dien von Zúrich ein gegne sines lantz ze geben.
Plant u. a., Main. Naturl. 301r, b,
12
(
ohalem.
, Hs.
E. 14. Jh.
):
darumbe wan die sternen die in der selbin gegni sint die sint gestalt nach den tieren.
Koppitz, Trojanerkr.
11156
(Hs. ˹
noschweiz.
,
15. Jh.
˺):
Paris, der ritter wol gemütt, | Fragtte sinen brüder mer | Was gegny das da wer.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
244, 9
(
oobd.
,
1349
/
50
):
schaw, wie ieslich gesläht der visch sein besunder lant hât und sein gegent.
Grossmann, Unrest. Öst. Chron.
141, 7
(
oobd.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
die man prannten die gegend vast alle ab.
Gierach, Märterb.
121
(Hs. ˹
moobd.
,
A. 15. Jh.
˺):
In der gegent Aquitania | lag dy stat Pictania.
Turmair
4, 262, 22
(
moobd.
,
1522
/
33
):
Domals lag ein namhaftige stat in Kriechen in dem land Morca, in der gegent Elis mit namen Olympia Pisa.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
55, 19
(
m/soobd.
,
16. Jh.
):
ob ainer mit frävel oder gwaltiglich ain außwendiger in der gegent laidiget oder fieng, der wär verfallen zwaihundert mark löttiges silber.
Bauer, Haller. Hieronymus-Br.
94, 29
(
tir.
,
1464
):
das volkch in der selbigen gëgent die chomen alle zu einander.
Piirainen, Stadtr. Sillein 61, l,
3
(
sslow. inseldt.
,
1378
):
Wen nero [...] bevinch dy stat mit eynem weyten gegent
›Umland‹.
Müller, a. a. O.
10, 27
;
19, 10
;
156, 3
;
187, 8
;
188, 28
;
196, 24
;
Schmitt, Ordo rerum
36, 9
;
Voc. inc. teut. h
iijr
;
Dasypodius
200r
;
Schöpper
77a
;
Serranus
78v
;
Maaler
163r
;
Henisch
1422
;
Dietz, Wb. Luther
2, 39
;
Martin/Lienhart
1, 202
;
Schwäb. Wb.
3, 177
;
Schweiz. Id.
2, 144
;
Vorarlb. Wb.
1, 1084
.