gedrungen,
part. Adj.;
Part. Prät. zu
mhd.
dringen
›zusammendrücken, drängen‹
(Lexer
1, 464
 f.).
1.
›drängend, zwingend, unumgänglich‹;
vgl. (V.) 4.

Belegblock:

Kohler u. a., Bamb. Halsger.
23, 6
(
Bamb.
1507
):
als einer on Rechtmessig vnd gedrungen vrsach ein offenlicher mutwilliger veinhdt oder beschediger ist.
2.
›in sich gedrängt, dicht, kompakt‹;
vgl. (V.) 13.

Belegblock:

Peil, Rollenhagen. Froschm.
241, 6063
(
Magdeb.
1608
):
EJn kleins Krautlein [...] | Hat am viereckten gelben stiel / | Als Buchsbaum glentzend bletter viel / | jedoch nicht so gedrungen dick.
Bihlmeyer, Seuse
551, 16
(
alem.
,
14. Jh.
):
Die falwen loͤcke des schoͤnen hoͮptes sint gedrungen sam die wunnenclich heide.
Henisch
1409
(
Augsb.
1616
):
Gedrungen [...] à dringen. Gedrungen sitzen.