brimmen,
V., unr. abl.;
zu
mhd.
brimmen
›brummen‹
(Lexer
1, 353
), vereinzelt auch mit schw. Präteritum (Dammers u. a., Flexion der st. und schw. Verben.
1988, 477
).
›brummen, brüllen‹; vom Menschen auch ›grollen‹.

Belegblock:

Strehlke, Nic. Jerosch. Chron.
8494
(
preuß.
,
um 1330
/
40
):
und ê sam ein lewe bram | der wart nu stille als ein lam.
Ziesemer, Proph. Cranc Jes.
59, 11
(
preuß.
,
M. 14. Jh.
):
wir werden alle brymmen als di beren und denkende als di tuyben werd wir weynen.
Schönbach, Adt. Pred.
6, 31
(
osächs.
,
1. H. 14. Jh.
):
der ŭwele tuͤwel, der vert umme nacht und tach als ein brimmende lewe.
Gerhard, Hist. alde e
2474
(
omd.
,
um 1340
):
Der ander was Jeroboam, | Wider den Ahias bram.
Reissenberger, Väterb.
23624
(
md.
, Hs.
14. Jh.
):
Do ich horte wie sie bram | Unde an mine helfe schre, | Da von geschach mir also we.
Stackmann u. a., Frauenlob
5, 34, 4
(
md.
, Hs. 
v. M. 14. Jh.
):
der ber sol brimmen.
Tittmann, Schausp. 16. Jh. Funk.
183, 316
(
Bern
1551
):
so bald ich sie hab troffen, | ist ir das herz schon ufgeloffen | und brimmt von zorn.
Schade, Sat. u. Pasqu.
1, 54, 7
(o. O.
1542
):
Ich meint, er solt haben den beren gefelt | Der so grausamlich bremmet in der welt.
Preuss. Wb. (Z)
1, 838
.