bleuel,
der
;
–/-Ø
;
zu
mhd.
bliuwel
›Holz zum Klopfen‹
().
1.
›Holz zum Klopfen der Wäsche‹;
zu  1.

Belegblock:

Ermisch, UB Chemnitz (
osächs.
,
1471
):
Wenne ich habe lassen machen vonn meynem eygen gelde [...] blewel, dye do selbst waschen auff Swebische weyse.
Goedeke u. a., Liederb. (
Nürnb.
1534
/
7
):
Ein bleul man für ein fidel nimt, | ein topf mit einem teller.
Sachs (
Nürnb.
1563
):
Einer war mit eim prügel troffen, | Sein hawt mit blut war unterloffen, | Der ander het vil blawer beuln. | Der dritt schwartz flecken von den blewln.
Goedeke, Fischart
2
(
Straßb.
1576
):
man sol solchen plaudrern | Den pleuel um den kopf wol schlaudern.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat. (
oobd.
,
1349
/
50
):
alsô seh wir oft auf den püeheln ob den pächen, dâ die weschen waschent, den slag mit den pleueln.
Bremer, Voc. opt.
1, 363
;
Schmitt, Ordo rerum
231, 8
;
258, 13
;
Voc. inc. teut.
t iiijv
;
Dietz, Wb. Luther f.;
Shess. Wb.
1, 938
;
Vorarlb. Wb.
1, 386
.
2.
›Flachs-, Hanfschwinge; Stampfmühle‹;
zu  12.

Belegblock:

Leisi, Thurg. UB
8, 590, 33
(
halem.
,
1383
):
Bischofzeller mess, ab siner múli gelegen ze Haintzinen. Daselb ietzo nu blúwel sint.
Müller, Alte Landsch. St. Gallen (
halem.
,
1525
):
Me ain brief, sait vom bluwel ain der Kratzeren.
Schmidt, Hist. Wb. Elsaß ;