blast,
der
;
-s/–
;
zu
mhd.
blast
›Blasen, Schnauben, Blähung‹
(Lexer
1, 298
).
– Obd.
1.
›Atem, Dampf‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.
1
.

Belegblock:

Sachs
2, 70, 6
(
Nürnb.
1555
):
So gieng denn vom geyst auff ein blast | Mit sampt eynem fewrigen glast | Auß der grufft und ir sinn verrucket.
Volz, Prophet Daniel E
5, 23
(
Augsb.
1537
):
Aber den GOTT / der hat dein blast
›Leben‹
in seiner hand / vnd all dein weg.
Schöpper
75b
;
Serranus
137r
;
Maaler
70v
;
Hulsius
B iijr
;
N iijr
;
Schmid, R. Cysat
6, 13
;
Schmidt, Hist. Wb. Elsaß
45
;
Crecelius
1, 170
;
Bad. Wb.
1, 249
;
Schwäb. Wb.
1, 1163
;
Schweiz. Id.
5, 162
;
Öst. Wb.
3, 288
.
2.
›Wind, Sturm, Gewitter‹.

Belegblock:

Schib, H. Stockar
33, 33
(
halem.
,
1520
/
9
):
in der nacht kam ain grosen regen mit aim grosen blast und gros wind.
Ebd.
97, 10
:
ain gros, grussamlich und wunderbarlich wetter an dem himel mit aim grosen, starken blast und wind.
3.
›Blähung im (menschlichen oder tierischen) Leib‹.

Belegblock:

Bolte, Pauli. Schimpf u. Ernst
1, 363, 23
(
Straßb.
1522
):
da empfůr dem Priester ein Blost unden uß, das er erknal.
Haltaus, Liederb. Hätzlerin
2, 72, 282
(
schwäb.
,
1471
):
So ich mich pewg, hab dir den plast, | Der hinden gat von meiner pfeiffen.
Menge, Laufenb. Reg.
4637
(Hs. ˹
nalem.
,
um 1470
˺):
Die milch douon yme we beschicht | Von bläste in synem lybe.
4.
›Aufgeblasenheit, Hochmut, Überheblichkeit‹.
Wortbildungen:
blästig
.

Belegblock:

Ruh, Bonaventura
354, 31
(
orhein.
,
um 1480
):
daz du alle zit […] ere und gunst vnd den blost ytteler eren als vergifft […] fliehest.
Luginbühl, Brennwalds Schweizer Chron.
2, 454, 11
(
halem.
,
1508
/
16
):
den si liessend den blast und hochmůt wol halb nider.
Jörg, Salat. Reformationschr.
59, 31
(
halem.
,
1534
/
5
):
das jr ding wider got / nit uß dem helgen geyst / sunder ytel endcristisch plaͤst / erhebung / luter hoffart / und bůbentant gsyn jst.
Klein, Oswald
10, 103
(
oobd.
,
1431
/
2
):
Trau nicht der werlt, ir wandel, tün ist nur ain plast.
Strauch, Schürebrand
31, 16
V Var.;
Schweiz. Id.
5, 170
 f.
5.
›Ärger, Unwille, Zorn‹.

Belegblock:

Schade, Sat. u. Pasqu.
2, 124, 8
(
schwäb.
,
um 1521
):
hat der obberuͤrt jurist sein blast außgelaßen und gesprochen, man sol den fantastischen münch vermauren.
Bernoulli, Basler Chron.
5, 79, 11
(
alem.
,
1410
):
das hat untzhar sollichen grossen nyde, blast und hasz bracht under denen, den das ampt zuͤgehoͤret.
Qu. Schweiz. Gesch.
1, 140, 19
(
halem.
,
1470
):
ist aber umb ein kleine zyt zů tůn, das inen der blast vergat.
V. Anshelm. Berner Chron.
3, 263, 27
(
halem.
,
n. 1529
):
Also brachten die von Swytz […] nuͤt anders heim, den blast.