betrechen,
V., unr. abl.;
zu
mhd.
betrëchen
›scharrend bedecken‹
(
Lexer
1, 239
).
›etw. (Konkretes oder Abstraktes) zudecken, bedecken‹; speziell: ›(Feuer) löschen‹; mit verschobener Bezugsgröße:
den weingarten b.
›die Reben niederziehen und für den Winter mit Erde bedecken‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  1.

Belegblock:

Grimm, Weisth.
6, 3
(
pfälz.
1531
/
85
):
soll er [...] die deixel zum hof auszen kehren vnd sein flur betrechen.
Bihlmeyer, Seuse
363, 17
(
alem.
,
14. Jh.
):
dú unz her betrogenlich waz in dir mit einem geischlichen schine betrochen.
Ebd.
457, 20
:
Du wilt stro zů dem brande legen, der nuwen ein kleines mit der wissen eschen ist betrochen.
Chron. Strassb.
725, 12
(
els.
,
A. 15. Jh.
):
nu was das
[Feuerstelle]
für bi den orgeln eines nahtes nüt wol betrochen und versorget.
Wackernell, H. v. Montfort
5, 194
(
soobd.
, Hs.
A. 15. Jh.
):
das gebott ist zerbrochen, | mitt valsch ietz vast betrochen.
Schmidt, Hist. Wb. Elsaß
36
;
Bad. Wb.
1, 170
;
Schweiz. Id.
14, 256
;
Vorarlb. Wb.
1, 315
;
Schwäb. Wb.
6, 1628
.