backenschlag,
der
;
-s
, auch
-Ø/-e
+ Uml., auch
+ Uml.
›Ohrfeige, Backenstreich‹.
Gehäuft in didaktischen Texten religiösen Inhalts.
Syntagmen:
einen b. geben / empfangen / bestrafen
;
b. jm. kund werden
;
eines b. (ge)warten
;
jn. um einen b. beklagen
;
grosser / unsichtiger b.

Belegblock:

Froning, Alsf. Passionssp.
3557
(
ohess.
,
1501 ff.
):
saltu alsus dem fursten | antwort geben zu disser stund? | dir werden bilch backenslege kunt!
Bechstein, M. v. Beheim. Evang. Mk. (
osächs.
,
1343
):
und sprâchen zů ime: „Wîssage!“ und di dienere slůgin en mit backinslegin.
Fastnachtsp. (
nobd.
,
n. 1494
):
Si gab ir ainen packenslag, | Das si an dem rugken lag.
Lemmer, Brant. Narrensch.
69, 8
(
Basel
1494
):
Wer andere stossen wil jnn sack | Der wart ouch selbs des backenschlack.
Donalies, Augsb. Bibelhs.
1992, 69, 25
(
oschwäb.
,
v. 1350
):
die / andern gaben im backenslege in sin antlütz.
Henisch [168] (
Augsb.
1616
):
Backenschlag / backenstreich / maulschelle / tesche mit flacher hand. [...] Auff ein lugen gehoͤrt ein backenschlag.
Drescher, Hartlieb. Caes. (
moobd.
,
1456
/
67
):
die selb schuld und auch pein ward im mit dem selben packenslag abgenomen und gehailet.
Spechtler, Mönch v. Salzb.
24, 53
(
oobd.
,
3. Dr. 14. Jh.
):
Eia der pakchenslege, | die sie dir sluegen da.
Kehrein, Kath. Gesangb. ; ;
Feudel, Evangelistar V.
138
;
Bechstein, a. a. O. Jh. ;
Mayer, Folz. Meisterl. ; ;
Gilman, Agricola. Sprichw.
1, 341, 24
;
Adrian, Saelden Hort
3024
;
Drescher, Hartlieb. Caes. ;
Schmitt, Ordo rerum
277, 8
;
Voc. inc. teut. c
iv
; s
ir
;
Alberus
c iijr
;
Dietz, Wb. Luther ;