bütte,
2
butte,
2
bude,
die
;
–/-n
;
zu
mhd.
büte, bütte, büten
›Gefäß, Bütte‹
(
Lexer
1, 401
), dies aus
vulgärlat.
*
budina
, Nebenform von
mlat.
butina
›Bottich‹
, das in den rhein.-römischen Weinbaugebieten von den Germanen übernommen wurde (
Mlat. Wb.
1, 1631
;
Pfeifer, Etym. Wb. d. Dt.
1993, 188
).
›hölzernes Gefäß, Wanne, Kübel‹.
Bedeutungsverwandte:
 3, , .
Syntagmen:
bütten tragen / zälen; in der b. sitzen; eine b. mit äpfeln / fisch / mel / salz / wasser / wein; eine grosse / helfenbeinene / kleine / neue / volle b
.
Wortbildungen:
büttedeckel
(a. 1414),
buttenloch
›Öffnung in einem Faß, die mit einem Zapfen verschlossen wird‹ (2. Dr. 15. Jh.),
buttenslegel
›Holzhammer, mit dem Reifen an die Bütte getrieben werden‹ (a. 1482);
wasserbude
(a. 1562).

Belegblock:

Blümcke, Hans. Gesandtsch.
147, 28
(
nrddt.
,
1603
/
05
):
Für die Butte zur butter [...] 4 Sch.
Ziesemer, Gr. Ämterb.
176, 38
(
preuß.
,
1521
):
Im brewhaws: 1 brewpfanne, 2 grosse putten, 2 cleine putten, 1 wanne, 3 zuber.
Ziesemer, Marienb. Ämterb.
148, 1
(
preuß.
,
1410
):
czwuͤ botten itczliche mit dryen ryngen.
Loesch, Kölner Zunfturk.
1, 66, 6
(
rib.
,
1344
):
Sowilcheme brůder verdeynt of unverdeynt gebodin wirt, zů wachen under den gedemen of bůdene ze geldin of wasser darin ze dragin, de sal id doyn zů den ziden, as‘t eme gebodin wirt.
Hilliger, Urb. St. Pantaleon
537, 12
(
rib.
,
1657
):
Hoc anno ist die grosse neue butt im kelterhaus gemacht.
Schöpper
87a
(
Dortm.
1550
):
Buͤtte stand zuber.
Loersch, Weist. Boppard
26, 17
(
mosfrk.
,
1526
):
sal der herren gesinde dem schutzen solchen berlein unbegriven und unbezanckt uff seine schulderen heben, den der schutz in seine bude dragen sall und schutten.
Bömer, Pilgerf. träum. Mönch
11436
(
rhfrk.
,
um 1405
):
Ein auge uff dem felse, daz was auch gros, | dar uß viel wassers flos | In eine buden die dar understunt.
Ebd.
11502
:
Da ich dar qwam, die buden gesag ich bas | Und gesach das sij nit hakber folle was.
Schmidt, Frankf. Zunfturk.
1, 117, 18
(
hess.
,
1562
):
das von stund an achtzehen mann mit acht wasserbuden bei das fewer kommen, alda die buden under die laidfaß setzen und leschen helffen.
Strauch, Par. anime int.
110, 14
(
thür.
,
14. Jh.
):
di sele [...] cumit fon ir selber, alse der einen trophin wazzeris guze in eine budin vol winis.
Küther, UB Frauensee
410, 14
(
thür.
,
1540
):
2 buten zum krawt gebraucht.
Lippert, UB Lübben
2, 296a, 24
(
osächs.
,
1596
):
3 arg. der Torwerterin son, das er die bitten bei der batstuben vorquillet hatt.
Reissenberger, Väterb.
15281
(
md.
, Hs.
14. Jh.
):
Daz man mac in eine buten | Vil me guter wurze schuten.
Dinklage, Frk. Bauernweist.
108, 21
(
nobd.
,
um 1540
):
das der herr zu sant Steffan macht hat, dem hecker zeeler zu setzen, wann er einem nit getrauen wolte, der die butten in dem weingarten zelet.
Sachs
13, 581, 10
(
Nürnb.
1560
):
Wer ist, der dort sitzt in der putten.
Williams u. a., Els. Leg. Aurea
58, 1
(
els.
,
1362
):
Das vernam der keyser Domicianus vnd sante noch sant Johannese, vnd hies in setzen in eine butte.
Diehl, Dreytw. Essl. Chron.
222, 7
(
schwäb.
,
1560
):
es galt ein butt voll großer äpfell.
Koppitz, Trojanerkr.
8801
(Hs. ˹
noschweiz.
,
15. Jh.
˺):
Von zippressin ir bekantt | Was ain bütten rylich.
Bernoulli, Basler Chron.
5, 496, 7
(
alem.
,
1440
):
Darumbe sol menglich bestellen ein bútten mit wasser in sinem huse zu habende.
Rennefahrt, Gebiet Bern
588, 25
(
halem.
,
1475
):
sunder iederman bi siner bütten bliben und menglich koufen laßen sol, da im das eben und fuͤglich ist.
Ebd.
604, 22
(
halem.
,
1590
/
5
):
soll ein jeder saltzverköüfer by siner ime übergebnen bütte blyben.
Rennefahrt, Wirtsch. Bern
326, 6
(
halem.
,
1596
):
söllend sy das mäll uß dem sack in ein bütti schütten.
Winter, Nöst. Weist.
2, 1032, 32
(
moobd.
,
M. 15. Jh.
):
von ainer putten öphel 1 ₰.
Bauer, u. a., Kunstk. Rud.
1010
(
oobd.
,
1607
/
11
):
Ein helffenbainine gedrehte butten.
Piirainen, Stadtr. Sillein 81, l,
27
(
sslow. inseldt.
,
1378
):
phannen dy do stille sten vnd chessel vnd buͤten vnd aller hant gevezze.
Skála, Egerer Urgichtenb.
208, 17
(
nwböhm.
,
1577
):
darumb wiß ers das er Ihr die butten von Nebenitz gen Mileßen gethragen.
Schmitt, Ordo rerum
236, 2
;
Dasypodius
105v
;
Maaler
81v
;
Hulsius
B ijr
;
C ijr
;
Harsdoerffer. Trichter
2, 127
;
Schmid, Pilgerreisen.
1957, 407
;
Gleinser, Anna v. Diesb. Arzneib.
1989, 71
;
Schmid, R. Cysat
6, 16
;
Dietz, Wb. Luther
1, 366
;
Preuss. Wb. (Z)
1, 887
;
Crecelius
1, 229
;
Bad. Wb.
1, 385
;
Schwäb. Wb.
1, 1562
f.;
Schweiz. Id.
4, 1911
f.;
Öst. Wb.
3, 1538
f.