anlege,
die
.
1.
›bauliche Anlage‹.

Belegblock:

Siegel u. a., Salzb. Taid.
217, 7
(
smoobd.
,
1565
):
sein bësserung, anlëg und verpauen, so er an daz guet gelëgt mit zimern und andern [...] hat.
Ebd.
298, 11
(
1644
):
weg und steg zu machen oder anleg zu thuen von gemaines nutzes oder von notturft wegen.
2.
›Einkleidung, Bekleidung von jm.‹ (im Beleg: einer Nonne);
zu  5.

Belegblock:

Strauch, Schürebrand
49, 30
(
els.
,
E. 14. Jh.
):
dis memoriale sige úch von mir gegobet und geopfert zuͦ uwere geistlichen anlege und wilunge, darin ich mich getruweliche bevilhe.
Schweiz. Id.
3, 1197
.
3.
›die Menge der Kleider, die eine Frau normalerweise zu tragen pflegt‹; Metonymie zu 5.

Belegblock:

Welti, Stadtr. Bern
622, 24
(
halem.
,
1539
):
so mag sin eewyb ein gewonndte anlege kleydern, nit die beßten noch die boͤßten, an iren lyb anlegenn.
4.
ein Hohlmaß (im Beleg für Salz) von laut Berechnung ca. 340 Liter.;
vgl. am ehesten  23.

Belegblock:

Patocka, Salzwesen.
1987, 297
(
moobd.
,
1489
):
wann die Scheffleut von Lauffen mit den Scheffen hinauf faren; so mugen sy ir gewondlich Anleg, wie von Alter herkommen ist, in die Scheff tragen, vnd nicht mer.
5.
›Steuerauflage‹;
vgl.  24.

Belegblock:

Turmair
1, 224, 33
(
moobd.
,
1529
):
[er] wolt doch die undertanen des römischen reichs mit neuer anleg und hilf nit beschwern.
Siegel u. a., Salzb. Taid.
290, 26
(
smoobd.
,
1494
):
in gmain stewren, wann die angelegt werden, und andern sölhen anlegen.
Rwb
1, 676
.