amsel,
die
;
-/-n.
›Amsel‹; auch ütr. z. B. als Bezeichnung für einen Wahrsager verwendet.
Bedeutungsverwandte:
.

Belegblock:

˹Sprichwörtliche Verwendung bei:
Luther, WA
51, 650, 8
(
um 1535
):
Er hat / wie ihener die amseln.
Erläuterung dazu ebd. 223, 22 f.˺ Sachs
14, 32, 11
(
Nürnb.
1536
):
Kuntz, heiß die amschel
[ein wahrsagender Zigeuner]
dir mehr singen.
Roder, Hugs Vill. Chron.
28, 1
(
önalem.
,
1504
):
do nament die heren zu sant Petter uff dem Schwartzwald jung amseln uss aim nesst.
Klein, Oswald
49, 11
(
oobd.
,
1. H. 15. Jh.
):
die voglin klingen in dem hard, | amsel, droschel, der vinck, | und ain ziselin, das nennet sich guggukh.
Gille u. a., M. Beheim
338, 5
;
Rieder, St. Georg. Pred.
22, 28
;
Klein, a. a. O.
83, 18
;
Henisch
69
.