abgründekeit,
abgründigkeit,
die
.
›Unergründlichkeit, grundlose Tiefe‹;
14./15. Jh.; mystische und scholastische Texte.
Syntagmen:
die a. durchfaren; tiefe / weiselose a.; a. gotliches wesens / götlicher natur.

Belegblock:

Eichler, Ruusbr. obd. Brulocht
2, 1959
(
els.
,
E. 14. Jh.
):
vellet der geist in hunger vnd in turst vnd wil durch smacken vnd in minnen sturme dvrch varen alle die abgrúndekeit, vf daz er erfúllet werde.
Steer, Schol. Gnadenl.
5, 225
(
halem.
,
15. Jh.
):
Die abgrúndikait der gnaͮden twinget mich, daz ich mit worten geswige die genaͮde ze messen, waͮn waͤrint alle sternen schriber vnd der himel permit, si moͤchtint nit geschriben die v́bermessigen richait der gnaͮden.
Bihlmeyer, Seuse
23, 7
;
184, 6
;
Quint, Eckharts Pred.
84, 7
.