abgescheiden,
V., unr. abl.
›(Irdisches, die Hinwendung zu Gott störende Gegebenheiten und Haltungen) ablegen, überwinden, von sich stoßen‹; zu dem part. Adj.
abgescheiden, abscheiden
7,
abgescheidenheit.
Texte der Mystik des 14. Jhs.

Belegblock:

Strauch, Par. anime int.
95, 26
(
thür.
,
14. Jh.
):
daz wir di selbin dinc da inne wir Got irkennen, wole abe cunnen gescheidin und nidir gedruckin.
Vetter, Pred. Taulers
30, 23
(
els.
,
14. Jh.
):
des enkan der mensche nút abegescheiden, er welle oder enwelle.
Ebd.
221, 4
(
els.
,
1359
):
das der dinge lust nút dar ab gescheiden enmag werden als verre als die nature wúrkt.