gotwilkom(men),
Adj.
(1),
Name
(2).
1.
Begrüßungsformel; auch für den Becher, mit dem der Willkommenstrunk gereicht wird.

Belegblock:

Apherdianus
153
(
Köln
1575
):
Gratulor tibi aduentum, Jch heische dich gotwillekhom sein von der reysen.
Fastnachtsp.
352, 2
(
nobd.
1450
/
94
):
Maier, nun bis mir gotwillkom!
Ebd.
47, 6
(
v. 1486
):
laßt mich euch gotwilkum sein | Und auch mein freunt allsampt gemein.
Sachs
5, 31, 5
(
Nürnb.
1539
):
Seyt gott-will-kumb, ir erbarn gest!
Schade, Sat. u. Pasqu.
1, 162, 285
(
1587
):
Wer rüttelt ein quatwer, es oder zinken, | So vil mal muß ers glas außtrinken. | Ein anders hat man vorgenommen, | Das heißt man einen gotwilkomen.
Bachmann, Haimonsk.
61, 11
(
halem.
,
1530
):
Ach, lieben vettern, sind mir gott wilkommen!
Bächtold, N. Manuel. Elsli
291, 957
(
Basel
1530
):
Tochter, nun kumm und bis gottwilchen!
McClean, Havich
3153
(
moobd.
, Hs.
15. Jh.
):
der enphie dy poten wol. | als man vor rechte sol | der den leuten gotwilchömen ist.
Luther, WA
31, 2, 275, 4
;
Sachs
3, 213, 31
;
Bachmann, a. a. O.
77, 15
;
226, 7
;
257, 23
;
Schweiz. Id.
3, 284
/5;
Schwäb. Wb.
3, 775
.
2.
eine Pflanze.

Belegblock:

Bäumker, Geistl. Liederb.
74, 26, 2
(
oobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
Ain krawt ist alczeyt grüene, | gotbilligkum ist es genant.