demnach,
Adv.
(1, 3),
Konj.
(2, 4).
– Erst ab dem 16. Jh. belegt.
1.
Temporaladv.: ›danach, darauf, daraufhin‹; offen zu 3.

Belegblock:

Welti, Stadtr. Bern
428, 27
(
halem.
, o. J.):
Wann ouch in den cloͤsternn bestattet wirdt, sol daselbs das erst ampt vnnd demnach das annder in der stiffdtkilchenn gehallttenn [...] werdenn.
Adomatis u. a., J. Murer. Bub. nach
2507
(
Zürich
1560
):
Sy tragend ire erschlagnen in das laͤger zuͦ vergraben. Demnach reichend die Babylonier ire ouch.
Qu. Brassó
5, 454, 24
(
siebenb.
,
1613
):
April liess ich einen Palaken, so ein Stuck Leibent gestohlen, rechtschaffen abprügeln und demnoch von der Stadt jagen.
Wickram
4, 48, 15
;
Köbler, Stattr. Fryburg
211, 2
;
V. Anshelm. Berner Chron.
4, 35, 10
;
Chron. Augsb.
7, 133, 14
;
428, 12
;
Qu. Brassó
4, 503, 4
.
2.
temporale Konj.: ›nachdem‹; offen zu 4.

Belegblock:

Knape, Messerschmidt. Bris.
2, 12
(
Frankf./M.
1559
):
demnach er nun gewachsen / vnd alle vnnd jede zeit / seine Eltern von hertzen lieb gehabt [...] mocht er doch seinen gebornen alten vnd guten Adel [...] nit lenger hinderhalten.
Kehrein, Kath. Gesangb.
1, 140, 5
(
Bautzen
1584
):
Demnach er nun jhr red erkandt, | Thet er fleissig sorgen.
Eschenloher. Medicus
5, 29
(
Augsb.
1678
):
Demnach der Bischoff diß verloffne Wunder vernommen / verfiegt er sich [...] in das bemelte Closter.
Luginbühl, Brennwalds Schweizer Chron.
2, 226, 9
;
Heidegger. Mythoscopia
43, 4
;
Henisch
673
;
Schweiz. Id.
4, 638
.
3.
kausales bzw. konsekutives Adv.: ›deshalb, daher; folglich, also; demgemäß‹.

Belegblock:

Ralegh. America
3r, 22
(
Frankf.
1599
):
Die dritte Schifffahrt / welche der Jahrzahl nach die erste ist / solte billich fuͤr den andern den vorzug haben / vnd forn an stehen [...]. Bitten demnach den gutwilligen Leser / er woͤlle jhm diese vnsere Wolmeynung seine ergetzligkeit zu mehren [...] befohlen seyn.
Göz. Leichabd.
172, 19
( 
Jena
1664
):
Jn diesem allen aber / [...] sich munter / bestaͥndig / eifrig / und demnach hochruͤhmlich erwiesen.
Chron. Augsb.
7, 302, 9
(
schwäb.
, zu
1555
):
die begert abschrift aber darumb gewegert worden, daß der kay. mt. befelch außerhalb der specification der personen, so hernach schriftlich gevolgt, mündtlich an uns gelangt und demnach weder gebürlich oder verantwortlich gewest, denselben on Jr kay. mt. sonderm gehais schriftlich auszuͤgeben.
Rauwolf. Raiß
12, 16
([
Lauingen
]
1582
):
bekamen gleich am Morgen vortags widerumb den Maistral, welchen wir gern vnnd mit frewden angenommen / Alß wir nun demnach die Segel gewendt / verliessen wir den widerwertigen weg.
A. à S. Clara. Glori
31, 24
(
Wien
1680
):
Wie dieser liebster Heyland wolte den Lazarum vom Todt aufferwecken / so haben die zwey Schwestern Magdalena und Martha spühren lassen / als ob sie es nicht gern sehen / sagten demnach zu dem HErrn / [...] er stinckt schon.
Kehrein, Kath. Gesangb.
2, 398, 19
;
M. Cunitia. Ur. Prop.
235, 18
;
zu Dohna u. a., Staupitz/Scheurl
4
;
233
;
v. Birken. Erzh. Österreich
67, 21
;
Chron. Augsb.
9, 247,
Anm. 1;
7, 251, 25
;
313, 17
;
Andreae. Ber. Nachtmal
62v, 8
;
A. à S. Clara. Deo Gratias
37, 16
;
Piirainen, Stadtr. Kremnitz
28
;
Dietz, Wb. Luther
1, 421
.
4.
kausale Konj.: ›da, weil‹.

Belegblock:

Rauwolf. Raiß
3, 24
([
Lauingen
]
1582
):
Den Abent kamen wir gen Mayenfeld [...] in welchem das kostlich warme Bad Pfeffers [...] entspringt / so wol vnder die Wasserwunden / oder Wunderwasser gezelt koͤndte werden / demnach es so herzliche würckung hat.
Chron. Augsb.
7, 62, 19
;
Eschenloher. Medicus
57, 9
;
Siegel u. a., Salzb. Taid.
136, 40
;
138, 43
.