conficieren,
V.;
aus
lat.
cōnficere
›verfertigen‹
(Georges
1, 1443/6
).
›etw. (Früchte, Kräuter) mit Zucker, Honig einmachen, auch als Arzneimittel‹.
Bedeutungsverwandte:
.
Syntagmen:
anis / arzenei / coriander / kraut / kümmel / materie / pulfer / samen / würze / zucker c.
Wortbildungen:
conficierer
,
conficierung
.

Belegblock:

Joachim, Marienb. Tresslerb.
276, 15
(
preuß.
,
1403
):
16. m. an 1 fird. vor 54 pfundt conficirt kruͤde in der apteke gekouft.
Lemmer, Amman/Sachs. Ständeb.
12, 4
(
Frankf./M.
1568
):
Zucker mit Wuͤrtzen ich conficier | Mach auch Purgatzen vnd Clistier.
Fischer, Folz. Reimp.
41, 33
(
Bamb.
1485
):
So ist erdacht dis conficirung | Mit hübscher moß und temperirung.
Sachs
16, 424, 20
(
Nürnb.
1568
):
Laß machen ein camin darein | Darinn ich schmeltz und distilir, | Die materi künstlich conficir.
Williams u. a., Els. Leg. Aurea
686, 7
(
els.
,
1362
):
Lucas [...] der ime selber in disem lebende soliche arzenie het conficieret uf allen tugenden.
Welti, Stadtr. Bern
503, 1
(
halem.
,
15. Jh.
):
tzuͦ dem aller ersten, das er hab wol gelert tzuͦ conficieren aller ley, des man denn notduͥrftig ist in einer guͦten appategk.
Rapp, UB Stuttg.
396, 11
(
schwäb.
,
1482
):
das er ouch sine búcher, darnach er conficiert, gerechtvertigt hab.
Sudhoff, Paracelsus
14, 24, 12
(
1529
/
32
):
also conficirt er im auch ein materiam zusamen.
Fischer, a. a. O.
41, 11
;
Sachs
4, 119, 28
;
16, 493, 3
;
Welti, a. a. O.
504, 15
;
Rohland, Schäden
453
;
Rot
298
.