Wortart
- Verb 31
Nassau-S. Kgn. Sibille 160, 16 (rhfrk., um 1435)das niergen ein bube ist / er habe mit ir in den gräben
das die hingeet Und wirt zuͦ ainer huͦr, Er ain buͦbe, Dye man doch wol eerlich moͤcht erziehen.
mutwillig a.; das a. (subst.) von dem rechten; ausgetretener bube / dienstbote. austreter 2, austretung 2
Bezugsgröenverschiebung:) buben 2, schelmen 1, verunglimpfen. die bitte / lere / rede / zote, das gerücht / lob / wort
reiten (V., unr. abl.) 5. büberei 1, hurerei. Schöpf 547 (a. 1501).
jm. (z. B. zu buben / huren, zu dem babst / könig), ob jm. (z. B. ob dem Hutten) / etw. (z. B. ob dem
got, der vater, die mutter, die oberkeit / welt / zeit) jn. (z. B. den richter, buben, keinen könig
87, 30 (1530)so David lebt, er must von den buben auffligen [dazu folgende Anm.: Bild des vom
seidts nicht werth, das ihr lehret, ihr seid nicht wirdig [...], ihr seidt eittel buben, verfhuret das
gekomen, wo er uffstige zu predigen, so hetten sich die losen buben uff viele Steine gerichtet
beschnitten? Ebd. 53, 614, 32 (1543)denn eine faule neige von zugelauffener, frembden buben oder Zigeunern
anklagung). Chron. Magdeb. 2, 169, 25 (nrddt., Hs. 1601)Do nun diese buben [...] den Sangmeister nicht
den andern betriegen. [...]. Grosse reiche buben / betriegen offt die armen. [...]. Mancher helt
und buben rawm lasse, die sich der lere wolten behelffen. Maaler 55v (Zürich 1561)Ich wird mich des
Ges. Phil. v. Sittew. 12, 33 (Straßb. 1650)Die Teuffel wünschen, daß die Welt nur voll böser Buben
1, 96, Anm. 5 (schwäb., zu 1435)alz vor ettwievil zeiten ain gesellschafft ainer büberey und
Allen vnradt / vnfasel der schelmen vnnd bůben zur statt Außwerffen vertreyben vnnd außreüten.
daß ihr [gotlosen] anschleg, lose tuͤck, / Jhr list erdachter bůbenstuͤck / Sie selbs einmal
darnach [die geistlosen kinder] gen Rom schicken, daß sie leren [...] alle buͤberei auß dem
buͤberey Nachsinnen / Ein grosse schalckheit fürnem͂en.